Postkarte war gestern – heute gibt’s Foursquare

Wer oder was ist Foursquare? Eine kurze Einführung für alle, die diesen Dienst noch nicht nutzen (also für die allerallerallermeisten Menschen auf der Welt).

Foursquare ist, wie beispielsweise Gowalla, Brightkite oder neuerdings Facebook Places, ein Standort-bezogener Dienst oder neudeutsch Location Based Service, der auf mobilen Endgeräten genutzt werden kann – in meinem Fall als App auf dem iPhone. Durch GPS-Ortung ermittelt die App, wo sich der Nutzer befindet, und bietet ihm an, sich dort anzumelden (oder, falls der Ort noch nicht vorhanden ist, ihn neu anzulegen). Dieser Check-In sieht so aus:

Diese Information, wo man sich zurzeit befindet, kann man um Kurznachrichten anreichern und beispielsweise auf Twitter oder Facebook mit anderen teilen. Der Mehrwert dabei gegenüber einem einfach Tweet oder Posting ist: Der Leser kann sich sofort auf einer Karte anzeigen lassen, wo sich der Schreiber befindet:

Wenn man sich innerhalb von zwei Monaten als erster zweimal an einem Ort anmeldet, wird man Mayor, also Bürgermeister dieses Ortes. Solche Bürgermeister-Ämter zu sammeln, ist ein ganz nettes spielerisches Element auf Foursquare (aber ganz sicher kein „Statussymbol in Social-Media-Zirkeln“, wie man in der aktuellen „Impulse“-Ausgabe lesen kann):

Aber braucht’s das überhaupt? Warum in Herrgottsnamen muss man anderen via Foursquare mitteilen, wo man gerade ist? Kurzum: Was soll das? Ich denke, es gibt vor allem vier Gründe, warum Location Based Services interessant sind:

1. Digitale Postkarte: Mit einem Foursquare-Link kann man einen Tweet (also die Antwort auf die Frage „Was machst du gerade?“) ganz einfach um eine Ortsangabe (also die Antwort auf die Frage „Wo bist du gerade?“) erweitern. Früher hätte ich aus dem Sommer-Urlaub auf Rügen vielleicht eine Postkarte geschickt. Heute geht’s auch digital.

2. Vor-Ort-Community: Foursquare sagt einem, wer außer einem selbst noch da ist. Das können Bekannte sein, aber auch (noch) Unbekannte, die man vielleicht kennen lernen möchte. Soweit zumindest die Theorie. Leider gibt es viel zu wenige Foursquare-Nutzer, worüber ich hier einiges geschrieben habe.

3. Billiger einkaufen: Einige Unternehmen (zum Beispiel Kneipen oder Kaffeehausketten) bieten Rabatte an, die man nutzen kann, wenn man sich vor Ort über Foursquare eincheckt. Na gut, wem’s gefällt, für mich persönlich ist „Schnäppchenjagd“ eines der Unworte des Jahrhunderts.

4. Spaß: Als Foursquare-Nutzer kann man verschiedene „Badges“ erwerben, und solche kleinen Belohnungen funktionieren im Web ja immer ganz gut. Zum Beispiel diese hier:

Und nicht zu vergessen, die Möglichkeit Bürgermeister verschiedener Orte zu werden. Auch das motiviert, denn wer wäre nicht wie dieser User gerne Bürgermeister des Bundeskanzleramts? ;-)

Aber bei allen Vorteilen hat Foursquare ein Problem, über das ich hier etwas schreibe: das Problem der kritischen Masse.

Ein Gedanke zu “Postkarte war gestern – heute gibt’s Foursquare

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