Social Media – angekommen in der Mitte der Gesellschaft

Manchmal bin ich schon ein bisschen stolz auf „meine“ über vierzig Jahre alte Genossenschaft. Warum? Zum Beispiel weil die Kollegen in der Zeitschriften-Redaktion für die Dezember-Ausgabe unserer Kundenzeitschrift, des DATEV magazins, ein ganz besonderes Schwerpunktthema gewählt haben: Es geht auf 20 Seiten um Social Media.

Während andere noch den Kontrollverlust beklagen oder diesem ganzen neumodischen Internet-Zeugs skeptisch begegnen (und überhaupt natürlich gar keinen Mehrwert für Unternehmen entdecken können, von einem Return on Investment ganz zu schweigen) – währenddessen wird also im DATEV magazin Sinn, Unsinn, Chance und Risiko von Social Media für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte ausführlich und anhand vieler Praxisbeispiele beleuchtet.

Die Frage nach der Notwendig keit von Social Media? Stellt sich nicht!

Der einleitende Artikel, den ich selbst beitragen durfte, schildert allgemein, worum es sich bei Social Media handelt und was das Besondere daran ist. Dabei war mir wichtig hervorzuheben, dass Social Media eben kein Hype ist, der irgendwann wieder abebbt:

Social Media vollzieht im relativ jungen Internet nur das nach, was Menschen seit Jahrtausenden im „echten Leben“ selbstverständlich tun. Die Frage nach der Notwendigkeit von Social Media ist also, zugespitzt gesagt, nichts anderes als die Frage nach der Notwendigkeit menschlicher Kommunikation und Interaktion – und stellt sich damit nicht.

Twitternde Steuerberater

Dass Social Media inzwischen in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind, kann man auch daran erkennen, dass Berufsgruppen die neuen Medien nutzen, denen man das spontan vielleicht nicht zugetraut hätte (was aber vor allem auch darauf hindeutet, dass man ein falschen Bild von diesen Berufsgruppen hat). Gut, bloggende Rechtsanwälte kennt man inzwischen. Aber Steuerberater, die souverän die Klaviatur von Twitter und Facebook beherrschen? Gibt es selbstverständlich, und zwei von ihnen, die Steuerberater Frank Winter und Dirk Weichelt, wurden fürs DATEV magazin interviewt.

Dabei räumen die beiden zum Beispiel auch mit der im Business-Bereich weit verbreiteten Angst auf, dass die Möglichkeit, im Web 2.0 öffentlich kritisiert zu werden, eine Gefahr darstelle:

Wenn sich früher Mandant Müller bei Mandant Meier über den Steuerberater beschwert hat, dann wussten nur die beiden von den Kritiken. Vielleicht wurde dadurch auch Herr Meier von Herrn Müller negativ beeinflusst, ohne dass der Steuerberater darauf reagieren konnte. Heute übt Herr Müller seine Kritik öffentlich. Der Steuerberater kann jetzt darauf reagieren und vielleicht auch Missverständnisse aufklären, was bisher nicht möglich war. Auch können andere Mandanten an dieser Stelle von ihren positiven Erfahrungen berichten.

XING: handfeste Vorteile

Während sich die beiden Steuerberater darin einig sind, dass man über Twitter allein keine neuen Mandanten (wohl aber die Aufmerksamkeit potenzieller Mandanten) gewinnen kann, schildern die drei Moderatoren der Gruppe „DATEV verbindet“ auf XING auch ganz handfeste Vorteile, die diese Plattform mit sich bringt. Auch sie sind Berufsträger und moderieren seit gut einem Jahr die Gruppe, die sich insbesondere an Kanzleigründer richtet. Die Vorteile: Austausch, Vernetzung, Problemlösung – und wertvolle Kontakte:

Zur Gruppe „DATEV verbindet“ und zu XING allgemein ist zu sagen, dass man hier auch neue Mandate finden und Kooperationen mit Kollegen gründen kann. Ich selbst habe bereits einige Mandate gewonnen, an die ich ohne diese virtuelle Plattform wohl nicht gekommen wäre. Auch einen Anwaltskollegen im Bereich Steuerstrafrecht habe ich über XING kennengelernt. Wir bearbeiten inzwischen einige entsprechende Mandate interdisziplinär, er deckt die anwaltschaftliche und strafrechtliche Seite ab, während ich den steuerberatenden Part übernehme.

In weiteren Artikeln geht Christine Faßnacht, beim BITKOM zuständig für Social Media und Mobile Services, auf die Frage ein, ob soziale Netzwerke die Art, wie wir kommunizieren und konsumieren, nachhaltig verändern; und Jan Morgenstern, Rechtsanwalt und Fachanwalt für IT-Recht, erläutert juristische Stolperfallen im Zusammenhang mit Social Media.

Online weiterlesen

Einige der Social Media-Beiträge aus dem DATEV magazin könnt ihr auch online nachlesen:

Weitere Artikel zum Thema Corporate Social Media in meinem Blog:

5 Gedanken zu “Social Media – angekommen in der Mitte der Gesellschaft

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