Memory gegen meine Kinder? Keine gute Idee!

Seid ihr schon mal auf die Idee gekommen, Memory gegen Kinder im Alter von zum Beispiel 6, 8 oder 11 Jahren zu spielen? Keine gute Idee, zumindest wenn ihr gewinnen wollt. Einziger Trost: Es liegt nicht an meinem altersschwachen Gedächtnis, es geht allen so …

Neulich habe ich in der von mir sehr geschätzten Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung einen Artikel im Wissenschaftsteil gelesen, der mir in dieser Angelegenheit Trost gespendet hat. Und er hat mich so sehr an das erinnert, was sich gelegentlich bei uns zu Hause abspielt, dass ich laut lachen musste. Hier die wunderbare Beschreibung des Autors Reto U. Schneider, der auf den Punkt bringt, wie Memory-Spielen mit kleinen Kindern aussieht:

Alles begann damit, dass ich gegen meinen sechsjährigen Sohn im Memory verlor. Daran ist nichts Ungewöhnliches. Was die Merkfähigkeit angeht, sind Kinder Erwachsenen oft überlegen. Doch an jenem Abend gewann Tim mit einer Beiläufigkeit, die schwer zu ertragen war. Während ich meinen Blick an die Karten heftete, blätterte er im Playmobilkatalog und erklärte mir gleichzeitig, dass in Afrika mehr Menschen durch Flusspferde zu Tode kämen als durch Löwen. Dann griff er blindlings nach den beiden Tigerbabies, den beiden Eis­bären, den beiden Elefanten, und das Spiel war aus.

Ich hätte es nicht besser schildern können. Mein Standard-Gedanke beim Memory-Spielen mit meinen Kindern ist: Ein Glück, dass sie sich nicht wirklich aufs Spiel konzentrieren. Sonst wäre die Niederlage nicht nur eindeutig, sondern verheerend …

Übrigens führen alle Experimente des Autors, seine Merkfähigkeit zu verbessern, zu keinem Erfolg. Ich muss mich also nicht grämen. Und wie bei ihm gibt es nur eine einzige Sache, die ich deutlich besser kann als meine Kinder: halbwegs mit Anstand verlieren … ;-)

Leider gibt’s den vollständigen Artikel nur gegen Gebühr auf den Internet-Seiten der FAS zu lesen. Aber siehe da: Die NZZ bietet ihn online komplett und kostenlos an: Der Löwe spielt Tuba – Wie ich versuchte, meinen Sohn im Memory zu schlagen, und dabei auf das schmutzige Geheimnis des Gedächtnistrainings stiess

Bildnachweis: Ernst Rose / www.pixelio.de

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