Social Media first – Die Geschichte einer Meldung

Es passiert nicht jeden Tag, dass über ein B2B-Unternehmen wie DATEV in allen Medien berichtet wird. An diesem Wochenende war es aber so weit: Die Nachricht, dass der DATEV-Vorstandsvorsitzende Dieter Kempf für das Amt des BITKOM-Präsidenten kandidiert, rauschte durch den Blätterwald. Mit etwas Verspätung. Denn Social Media-Nutzer waren natürlich früher informiert …

Morgen berichte ich auf dem Internet-Kongress iico in Berlin, warum auch für B2B-Unternehmen an Social Media meiner Meinung nach kein Weg vorbeiführt. Typische Einwände, die ich auf solchen Veranstaltungen immer wieder zu hören bekomme, sind: Auf Twitter gibt es nur Geschwätz und Plauderei, Facebook wird doch nur von Privatpersonen genutzt, und B2B-Kunden sind seriöse Geschäftsleute, die für Social Media Schnickschnack keine Zeit haben.

Social Media – nicht nur für flippige Teenager …

Der Nachrichtenfluss in Sachen BITKOM-Präsidium ist für mich nur das jüngste Beispiel unter vielen anderen, das meine These bestätigt. Die Beteiligten am Zustandekommen dieser Nachricht sind keine flippigen Teenager und keine HundKatzeMaus-Hobbyblogger (die in den Augen mancher Kritiker wohl noch immer mit Social Media an sich gleichzusetzen sind), sondern: die Frankfurter Allgemeine Zeitung, der Branchenverband BITKOM und die Genossenschaft DATEV. Und selbst für diese doch eher konservativ zu nennenden Institutionen gilt der Grundsatz Social Media first?! Genau so ist es …

Denn bevor die Meldung über Prof. Kempf und das BITKOM-Präsidium in der Print-FAZ, der Süddeutschen Zeitung und dem Handelsblatt zu lesen war, bevor überhaupt ein „klassisches“ Medium darüber berichten konnte, war Social Media „dran“. Anders gesagt:

 Am Anfang stand ein Tweet …

Dieser FAZ-Twitter-Exklusiv-Meldung durch Carsten Knop, Ressortleiter Unternehmen bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, folgte bald ein weiterer FAZ-Tweet mit ausführlicheren Hintergrund-Informationen:

Auch DATEV steuerte via Social Media Informationen bei und veröffentlichte ein Interview mit Prof. Kempf:

Und dann kreiste die Nachricht durchs Web, wie gesagt lange bevor auch nur die erste Druckmaschine angeworfen war …

Fazit: Wir brauchen nicht mehr groß über Sinn und Unsinn von Social Media im B2B-Bereich zu diskutieren. Kommunikation über Unternehmen jeglicher Art und Branche findet im Social Web statt. Und niemand, der Kommunikation für ein Unternehmen macht, kann es sich leisten, das zu ignorieren.

Hier noch die Beiträge im Original:

2 Gedanken zu “Social Media first – Die Geschichte einer Meldung

  1. Neben der Social Media/B2B-Sache zeigt es auch ganz gut die Verbindung von klassischem Journalismus und Social Media. Carsten Knop ist da ja ein sehr gutes Beispiel für einen Journalisten, der Social Media in seine Arbeit ohne branchenübliche Aufgergtheit integriert.
    In dem Zusammenhang finde ich sein Gespräch mit dem HP Deutschlandchef Volker Smid vom Kommunikationskongress letztes Jahr immer wieder empfehlenswert: http://bit.ly/a9MSOa

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