Wir brauchen mal dringend ne App!

„Wir brauchen dringend mal …“ ist ein Satz, der nicht so selten in deutschen Unternehmen zu hören ist. Ganz dringend war es letzthin zum Beispiel „irgendwas mit Social Media“ zu machen, am besten eine Facebook-Seite zu haben, egal warum, Hauptsache Facebook. Neuerdings muss dringend was Mobiles her, am besten eine App, egal was für eine, Hauptsache sie läuft auf dem iPhone des Vorstands …

Zugegeben, das ist ein bisschen Realsatire – aber nur ein bisschen. Der Wunsch, schnell etwas Neues zu haben, über das alle reden und das viele vielleicht schon besitzen, treibt nicht nur die Konsumenten in der Weihnachtszeit an, sondern auch ganzjährig die Entscheider in ihren Firmen. Und total neu, hipp und fancy ist zurzeit eben alles, was mit mobilem Internet, Smartphones und Tablets zu tun hat. Folgerichtig ist die Nachfrage nach flotten Apps zurzeit ähnlich hoch wie bis vor kurzem die Nachfrage nach flotten Social Media Anwendungen, und wenn die Nachfrage erst mal da ist, dauert es nicht lange, bis Heerscharen von Dienstleistern mit dem passenden Angebot durch die Lande ziehen.

Was kostet eine App? Schwer zu sagen …

Im Arbeitskreis Apps & Mobile Services vom Branchenverband BITKOM, dem ich angehöre, haben wir nun einen Leitfaden veröffentlicht, in dem wir Unternehmen auch beim Thema Apps und mobiles Internet eine systematische Herangehensweise empfehlen. „Was kostet mich eine App?“, ist zum Beispiel eine der am häufigsten gestellten Fragen von Unternehmensvertretern, die anfangen über Enterprise Mobility nachzudenken. Unsere Antwort im Leitfaden lautet, dass es auf so eine Frage keine schnelle und pauschale Antwort geben kann.

Statt dessen sind viele Fragen zu klären und Entscheidungen zu treffen. Welche Anwendungsgebiete gibt es überhaupt? Wo im Unternehmen können mobile Lösungen etwas zur Wertschöpfung beitragen oder Probleme lösen? Welche Ziele für welche Zielgruppen sollen erreicht werden? Welche Abteilungen und Stakeholder sind zu beteiligen? Und auch wenn diese und weitere Fragen beantwortet sind, ist der Weg zu einer wirklich sinnvollen und brauchbaren Corporate App noch weit: Konzept, Design, Entwicklung und Testing sind nötig, bevor so eine App das Licht der Welt erblickt, danach sorgen Distribution, Hosting, Betrieb, Support und Updates für weitere Aufwände und Kosten.

Nativ, hybrid, web …

Klingt kompliziert, ist es auch, daher dient der Leitfaden vor allem der Information all derjenigen, die sich in Unternehmen zum ersten Mal mit Mobility beschäftigen. So erläutern wir beispielsweise auch die grundlegenden Unterschiede zwischen nativen, hybriden und Web-Apps, zeigen Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Ansätze und vor allem, was eine Festlegung in der Folge mit sich bringt.

Am Rande gehen wir auch auf zurzeit intensiv diskutierte Trends und Herausforderungen wie BYOD („Bring your own device“) und Consumerization ein, also die Tatsache, dass immer mehr Mitarbeiter auch ihre privaten Endgeräten im Unternehmenskontext nutzen wollen und dass Technologieführerschaft im mobilen Umfeld nicht mehr Unternehmen vorbehalten ist, wovon Azubis und Werkstudenten mit Highend-Apple-Hardware ein beredtes Zeugnis ablegen.

Wer sich also für all das interessiert, dem sei der neue BITKOM-Leitfaden „Apps & Mobile Services – Tipps für Unternehmen“ empfohlen – 30 Seiten stark und komplett kostenlos.

Weitere Beiträge hier im Blog zum Thema Mobility:

Bildnachweis: http://www.arktis.de

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