Ach, und übrigens … (1): Schnipsel, Fundstücke und Kleinigkeiten

Muss es immer der große, von vorne bis hinten durchdachte Blogbeitrag sein? Eigentlich nicht. Es gibt ja noch so viele Inhalts-Schnipsel – Zitate, Texte, bewegte und unbewegte Bilder -, die uns täglich begegnen und die es auch wert sind erwähnt zu werden …

Ich werde hier also ab sofort, gelegentlich und unregelmäßig ein „Ach, und übrigens …“ einwerfen und euch mit den einen oder anderen Fundstücken und Kleinigkeiten behelligen. Betrachten wir es als Experiment. Ihr dürft übrigens gerne in den Kommentaren sagen, ob ihr das gut, mittel oder schlecht findet.

Los geht’s mit Jesuiten-Erkenntnissen für Manager, einem von einem Tatort-Kommissar verprügelten Box-Weltmeister, einer der besten Serien der Welt und ein bisschen Frühling …

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Ob wir alle vom neuen Papst was lernen können, sei mal dahingestellt. Aber vom Führungsverständnis des Jesuitenordens, dem der Papst trotz seines selbst gewählten Namens Franziskus angehört hat, kann sich mancher Manager eine Scheibe abschneiden, wie die Print-SZ schön ausführt. Dazu gehört, dass es nicht reicht, mit Zahlen zu hantieren und Ressourcen zu jonglieren, sondern – und das schreibt euch mal hinter die Ohren, liebe Chefs:

„Ohne eine Grundorientierung in gesellschaftlichen und auch ethischen Fragen kann keine Führungskraft glaubwürdig sein.“

Ein Satz zum Über-den-Schreibtisch-Hängen, der auch gut zum Thema Corporate Social Responsibility passt, über das ich neulich geschrieben habe. Und noch ein Aspekt des jesuitischen Führungsverständnisses, wie die SZ es darstellt, passt dazu: Vertrauen und Freiheit als Schlüssel zum Erfolg, Vertrauen in die Mitarbeiter und daraus abgeleitet ihre Freiheit, eigenverantwortlich zu gestalten. So weit die Theorie, denn – und auch darüber lohnt sich mal nachzudenken:

„Vertrauen und Freiheit wird in den Unternehmen immer mehr zur Margnalie. Stattdessen setzt man auf Absicherung, Kontrolle und Compliance. Das ist ein großer Fehler.“

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Ich schaue ja schon lange keinen Tatort mehr, habe aber letzte Woche mal eine Ausnahme von der Regel  gemacht und mir Til Schweiger als neuen Hamburger Ermittler angesehen. Es wurde viel geflucht und geschossen und das Ganze kam mir ein bisschen wie Schimanski 2.0 vor, was ja nicht das Schlechteste ist. Das Lustigste am ganzen Film kam aber gleich am Anfang: Schweiger alias Tschiller trifft auf einen fiesen Zuhälter alias Arthur Abraham. Was daran lustig ist? Er liefert sich mit ihm eine wüste Prügelei und schlägt ihn K.O. Träum weiter, Till …

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Ein ganz anderes Kaliber natürlich und eine der besten Serien überhaupt: Game of Thrones. Staffel 2 habe ich gerade, dem elend langen Winter (der nicht nur naht, sondern irgendwie auch nicht mehr weggeht) sei Dank, an drei Abenden angeschaut aufgesogen und tief inhaliert. Wunderbar. Nicht ganz so spannend wie Staffel 1, was aber nur daran liegt, dass ich, angefixt von Staffel 1, inzwischen alle 10 Bände gelesen habe und weiß, wie die Handlung weitergeht. Ansonsten ganz großes Kino und wieder ein toller Cliffhanger am Schluss, der uns sehnsüchtig auf Staffel 3 warten lässt.

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Ach, und übrigens: Wenn der Winter schon nicht geht, dann holen wir uns halt den Frühling ins Wohnzimmer, mit meinem Instagram-Bild der Woche:

Frühling

7 Gedanken zu “Ach, und übrigens … (1): Schnipsel, Fundstücke und Kleinigkeiten

  1. Mittel!

    Ich finde Deine üblichen, „großen, von vorn bis hinten durchdachten“ Beiträge aufschlussreicher, relevanter und, das überrascht mich jetzt selbst ein wenig, auch pointierter. Die Schnipsel plätschern etwas dahin … bin ich nicht gewohnt von Dir! Ok, Bild ist super, und wie Unternehmen von den Jesuiten lernen können, zunächst überraschend. Aber insgesamt fehlen mir Analysen mit Biss, wie sie hier sonst zu beobachten sind.

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    • Du Anspruchsvoller! Ich denke, wir müssen dem „Format“ eine Chance geben. Denn einerseits lese ich das in anderen Blogs selbst gerne. Und andererseits sollte manches einfach gesagt werden. Dass zum Beispiel Gilde eines der schlechtesten Biere der Welt ist, sollte man nicht einfach nur auf Facebook versenden. Für einen ganzen Blogbeitrag reicht die Erkenntnis aber auch nicht. Für so eine Ceterum Censeo-Rubrik aber schon. Was noch fehlte und was ich künftig beimischen will, sind Link-Tipps, kommentierte Lese-Empfehlungen und so. Also schaun mer mal …

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  2. Sonntag Nachmittag, Laptop auf den Knien, entspanntes mit sich im Reinen und dann ein guter Text,- Danke dafür.
    Und den Tatort sehe ich seit ca. 30 Jahren nicht mehr, reinstes „Oberlehrer-Agit-Prop-Theater“

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