So koennt ihr Fake-Bewertungen bei HolidayCheck & Co erkennen

So könnt ihr Fake-Bewertungen bei HolidayCheck & Co erkennen

Ich gebe zu: Ich bin ein großer Fan von HolidayCheck. Für mich ist das Social Media und User Generated Content at its best. Aber kann man den dortigen Bewertungen trauen? Ich glaube ja, wenn man genau hinschaut …

Ich weiß nicht warum, aber irgendwann habe ich begonnen, nach meinen Urlauben Hotel-Rezensionen auf HolidayCheck zu schreiben. Ich mag dieses Portal, habe bislang eigentlich nur gute Erfahrungen damit gemacht und – seit ich mich dort in Sachen Hotels schlau mache – noch nie einen Reinfall erlebt. Auch von Freunden und Bekannten höre ich immer öfter, dass sie vor ihrem Urlaub bei HolidayCheck recherchieren, allerdings zunehmend mit der Einschränkung: Na ja, da gebe es doch wahnsinnig viele Fake-Bewertungen und Fälschungen von Hotelbesitzern oder beauftragten Hotel-Schönschreib-Agenturen, deshalb könne man der ganzen Sache nur wenig trauen.

20 bis 30 Prozent Fake-Bewertungen

Die Schätzungen im Web, wie viele Bewertungen tatsächlich gefälscht sind, schwanken. Von 20 bis 30 Prozent ist die Rede – und das ist doch eigentlich recht wenig, heißt es doch, dass zwei Drittel bis drei Viertel aller Bewertungen echt und authentisch sind. Die Zahl dieser Fälschungen versuchen die Portalbetreiber in der Regel auf zwei Wegen zu reduzieren: zum einen durch Software, die die Absender-IP-Adresse prüft und automatisiert nach verdächtigen Formulierungen sucht; zum anderen durch Menschen, die mit Hirn und Verstand die eingereichten Beschreibungen prüfen und gegebenenfalls ablehnen.

Wenig überzeugend finde ich übrigens die reißerischen medialen Inszenierungen zum Beispiel von Stern TV oder dem WDR, mit denen sie nachweisen, dass man solchen Portalen gefälschte Bewertungen unterjubeln kann. Das ist ungefähr so unglaublich wie der Umstand, dass man im Social Web nicht immer der ist, als der man sich ausgibt.

Jeder kann auf HolidayCheck fälschen – aber das ist nicht der Punkt

Oder anders gesagt: Jeder, der halbwegs bei Verstand und der deutschen Sprache mächtig ist, kann gefälschte Bewertungen abgeben, und kein System der Welt kann das verhindern. Aber darum geht es nicht, denn die Zahl derjenigen, die in ihrer Freizeit aus Jux und Tollerei individuelle Fälschungen produzieren, dürfte eher gering sein. Es geht um professionelle Fälschungs-Dienstleister, die im Auftrag von Hoteliers in großem Stil Fake-Bewertungen abgeben, um ihren Auftraggeber in ein besseres Licht zu rücken. Und da diese Dienstleister mit ihrer Dienstleistung (möglichst viel) Geld verdienen wollen, versuchen sie ihren Aufwand zu minimieren, was uns wiederum die Chance gibt, diese mehr oder weniger hingeschluderten Fake-Bewertungen zu erkennen.

Wie kann man also die Spreu vom Weizen trennen und glaubwürdige von unglaubwürdigen Bewertungen unterscheiden? Hier drei Tipps:

1. Echte Bewerter sind echte Menschen

HolidayCheck-Profil mit Bild und vielen Rezensionen - ein Hinweis auf Echtheit
HolidayCheck-Profil mit Bild und vielen Rezensionen – ein Hinweis auf Echtheit

… und die erkennt man zum Beispiel daran, dass sie mehr als einmal verreisen und mehr als eine Hotel-Bewertung geschrieben haben. Wenn ihr bei einem Hotel skeptisch seid, ob die Bewertungen echt sind: Schaut euch die Profile der Bewerter an. Dort findet ihr ihre bisherigen Rezensionen und könnt nachvollziehen, welche Hotels sie bisher besucht und bewertet haben (so sieht das zum Beispiel bei mir aus). Ein weiterer guter Hinweis sind Fotos: Nur wenige HolidayCheck-Nutzer haben (leider) ein Profilfoto hochgeladen, die meisten davon dürften echte Nutzer sein. Und wer nicht nur eine Bewertung schreibt, sondern zugleich Fotos vom Hotel hochlädt (die nicht nach Katalog aussehen), war höchstwahrscheinlich auch wirklich vor Ort. Und schließlich ist der Vermerk „Nachweis erbracht“ ein sicheres Zeichen für eine echte Bewertung. Diesen Vermerk bekommen nur Reisende, die über HolidayCheck gebucht haben und also „echt“ gereist sind.

2. Katalog-Blabla und Floskeln stammen von Katalog-Blabla-und-Floskeln-Schreibern

Verdächtiges Katalog-Blabla kann eine Fake-Bewertung sein, muss aber nicht
Verdächtiges Katalog-Blabla kann eine Fake-Bewertung sein, muss aber nicht

… und denen glauben wir nicht. Allerdings stammen Katalog-Blabla und Floskeln weiß Gott nicht nur von beauftragten Lobhudlern. Auch Otto-Normal-Reisender neigt ja nicht gerade dazu, sich von der bunten Werbesprache zu emanzipieren – im Gegenteil. Kaum ein Thema ist so Klischee-verseucht wie Urlaub und Reise, jeder zweite glaubt wohl wirklich, er sei in einer „Wohlfühl-Oase“ gewesen, wo er „die Seele baumeln lassen“ konnte, und reproduziert diesen Katalog-Bullshit in seinen Beschreibungen. Daher muss ein Satz wie „Das Hotel begeistert durch seine gute Lage direkt am Meer“ nicht zwingend aus einer Fake-Bewertung stammen. Er ist aber in jedem Fall ein Hinweis darauf, der Bewertung nicht zu viel Beachtung zu schenken. Entweder war der Schreiber vom Marketing beauftragt oder er war von beauftragten Marketing-Schreibern so beeinflusst, dass er nicht mehr zur Formulierung eigener Gedanken in der Lage war.

3. Glaubwürdig ist ein schlüssiges Gesamtbild

as denn jetzt? Top oder Flop?
Was denn jetzt? Top oder Flop?

Ein Hotel, das nur allerbeste Bewertungen hat? Unwahrscheinlich – es gibt immer Licht und Schatten und irgendjemanden, der etwas zu nörgeln hat. Ein Hotel, bei dem die Hälfte der Besucher himmelhoch jauchzend, die andere Hälfte zu Tode betrübt ist? Ebenso unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist, dass in solchen Fällen schöngeschrieben wird – in letzterem Fall wird sozusagen gegen die enttäuschten echten Bewerter angeschrieben: auf eine negative (echte) Bewertung folgt umgehend eine (gefälschte) Jubelarie, die die Hotelbewertung im Schnitt wieder nach oben ziehen soll. Bei fälschungsfreien Bewertungen zu einem Hotel hat man dagegen den Eindruck: Jawoll, das ergibt ein einigermaßen rundes Bild, viele sind zufrieden, ein paar nörgeln (oder umgekehrt).

Der wichtigste Tipp: Schreibt selbst Bewertungen!

Der wichtigste Tipp ist aber: Schreibt selbst Bewertungen! Je mehr echte Bewertungen es gibt, desto höher ist der Nutzen für alle. Meldet euch bei HolidayCheck oder einem vergleichbaren Portal an, ladet ein Profilbild hoch, zeigt, dass ihr ein echter Mensch seid. Schreibt nach euren Urlauben einfach immer eine Bewertung. Schreibt sie so, wie euch der Schnabel gewachsen ist: kurz, knackig und mit Mehrwert für die Leser, offen und ehrlich und mit Pros und Contras.

Zu guter Letzt würde mich interessieren: Nutzt ihr Portale wie HolidayCheck? Nur lesend oder habt ihr auch schon Bewertungen geschrieben? Und was haltet ihr von der Qualität der Bewertungen bzw. sind euch schon offensichtliche Fälschungen aufgefallen?

Update und PS

Über diesen Blogbeitrag habe ich es sogar ins Fernsehen geschafft, genauer gesagt in den ARD Ratgeber Recht zum Thema Hotelbewertungen. Wie’s dazu kam, könnt ihr hier nachlesen

Bildnachweis: Markus Hein / pixelio.de, Holidacheck

41 Gedanken zu “So könnt ihr Fake-Bewertungen bei HolidayCheck & Co erkennen

  1. Ich sehe noch eine andere Gefahr, welche Hotelbewertungen ins falsche Licht rücken lässt: Von unterschiedlichen Urlaubern geschriebene Bewertungen können niemals objektiv sein. Der eine ist frisch verliebt und ihm stört die Ameisenstraße durch das Zimmer nicht, dem anderen ist der Gekko an der Decke des Hotelbalkons eines Hotels in Südostasien schon zu viel. Dem einen stören die aufgebackenen Brötchen aus der Tiefkühltruhe zum Frühstück, dem anderen schmeckt das Essen abends wunderbar, weil er von zu Hause nur Fastfood kennt.
    Was hier helfen könnte: Immer nur den Bewertungen von Autoren glauben, die ein Hotel (welches man selbst kennt) auch objektiv richtig beurteilt haben. Oder nur in den Hotels Urlaub verbringen, welche der Kollege Buggisch auch gut bewertet hat…!

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    • Letzteres stimmt natürlich ;-) Ich glaube tatsächlich, dass es „objektiv richtig“ bei solchen Bewertungen kaum gibt. Die Bewertungen geben Anhaltspunkte, und dann muss man rausfinden, ob der Bewerter ungefähr so tickt wie man selbst. Das geht zum Teil durch Filter, die HolidayCheck anbietet (ich kann mir z.B. nur Bewertungen von Familien mit Kindern anzeigen lassen). Zum Teil muss ich das einfach selbst einschätzen: Wenn ich merke, dass jemand einen Sauberkeits-Fimmel hat, mir selbst das aber nicht so wichtig ist, muss ich das halt entsprechend berücksichtigen …

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      • Ich sage min die hälfte der bewertungen in holidaycheck sind falsch. es gibt viel zu viele methoden dieses system zu manipulieren. konkurrenz kann schlechte bewertungen hinterlassen, hotels können gäste überreden makellose bewertungen zu verfassen, es gibt firmen die eigens dafür da sind, gegen entgeld, hotels mit guten bewertungen zu überschütten und schlechte somit klein aussehen zu lassen. man muss die menschen dahingehend besser informieren damit so einem fehlerhaften system nicht einfach blauäugig vertraut wird.
        was für einen sinn hat das system wenn man die bewertungen eines hotels anschaut wo 3 gäste nur einen stern geben und darauf 10 gäste 6 vollständige sterne vergeben. teilweise sind die unterschiede in den bewertungen schon sehr markant.
        auserdem haben manch dreiste menschen durch solche bewertungsportale uneingeschränkte macht über die hotels: nach dem aufenthalt wird einfach mit schlechten bewertungen gedroht wenn nicht ein gewisser rabatt auf den urlaub gegeben wird. hoteliers sind in dieser hinsicht dem gast schutzlos ausgeliefert, denn um eine falsche schlechte bewertung aus dem internet zu kriegen dauert es monate.

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      • Ich sehe das anders, aber das habe ich ja schon im Blogbeitrag geschrieben. Viele Hotelbewertungen sind authentisch und damit eine echte Entscheidungshilfe für Nutzer bzw. Interessenten. Diese Bewertungen sind immer Momentaufnahmen und subjektive Meinungen, das weiß aber auch jeder. Daher spielt es keine Rolle, ob ein Hotel auch ein paar schlechte Bewertungen hat. Dadurch wird niemand erpressbar und es schadet auch nicht der Reputation. Echte Probleme haben nur Hotels, die von vielen Nutzern schlecht bewertet werden. Dass die dann gerne über die ungerechten Hotelbewertungen jammern, ist verständlich, ändert aber nichts daran, dass sie letztlich ein Qualitätsproblem haben, mit dem sie sich mal auseinandersetzen sollten …

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    • @Gerald Held, super Kommentar, du sprichst vielen aus der Seele!
      Meine Meinung dazu ist, dass ein Urlaub bzw. das Hotel nur so gut ist, wie die Stimmungslage. Dazu zählen die Klassiker wie Freunde kennenlernen, Erholen, Feiern und natürlich das Wetter, ist alles mies, dann ist das Hotel die letzte Bruchbude, das Personal unfreundlich, das Essen schlecht, das Zimmer zu klein, der Pool schmutzig und und und. Des Weiteren darf man nie vergessen, dass negative Kritiken viel lieber kommuniziert werden als gute.

      @Blog-Master… Haste auch gut gemacht. Sprichst viele Punkte an, die wirklich häufig vorkommen und den Otto-Normal-Verbraucher sicher ein wenig über das soziale Medium „Holidaycheck“ aufklärt. Weiter so!

      LG Pedde

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  2. Ein sehr gelungener Beitrag!

    Dennoch möchte ich einen Punkt ergänzen. Wenn man sich bei einer Bewertung nicht ganz sicher ist, ob sie authentisch ist oder nicht, kann man sie kopieren und etwa mithilfe von Google nach Dopplungen suchen. Taucht auf mehreren, von einander unabhängigen Portalen derselbe Wortlaut auf, spricht das gegen eine authentische Bewertung.

    Weitere Tipps haben die Redakteure von Sparwelt.de in einer Checkliste zusammengefasst
    http://www.sparwelt.de/shopping/ratgeber/sterne-richtig-deuten-achtung-bei-gefalschten-bewertungen-im-netz

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  3. Dieser Beitrag begeistert durch Inhalt und Form und bildet die perfekte Basis für den maßgeschneiderten Erfolg meiner nächsten Reise. Davon werde ich profitieren, denn Effizienz bei der Reisevorbereitung spart Zeit und Energie und sichert den persönlichen Erfolg während der schönsten Zeit des Jahres.

    :-D

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  4. „At its best.“ Ohne Apostroph.
    Hat nichts mit „it is“ zu tun, sondern ist schlicht ein Genitiv.
    (Dieser Kommentar muss und sollte nicht veröffentlicht werden)

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  5. Ich finde es ja übrigens gerade spannend, ob jemand Tiefkühlbrötchen moniert oder nicht. Leute, die Essen kritisieren, machen das nach meiner Erfahrung häufig detailliert. Die, denen das egal ist, erwähnen Essen höchstens nebenbei. Das Gleiche gilt für Ameisenstraßen oder Gekkos an der Zimmerdecke. Es stimmt schon: Jede Kleinigkeit, die vom Standard abweicht, ist ein Beweis für die Echtheit.

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  6. Bei Holidaycheck gibt es anscheinend ein Rechenproblem. Hier gibt es z. B. Ein Hotel in Neuwied mit 7 Bewertungen unter 3,5 Punkten nur einer Weiterempfehlung. Das Gesamtergebnis besagt aber 100% Weiterempfehlung und 5,3 von 6 Punkten.

    Sehr seltsam.

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  7. […] Ich habe ja schon mal erzählt, über welche Suchbegriffe bei Google die Leute so auf mein Blog kommen. Das ist manchmal ziemlich kurios. Manchmal aber auch beeindruckend. Zurzeit etwa findet ihr mich, wenn ihr den Suchbegriff “holidaycheck” bei Google eingebt, recht weit oben in der Trefferliste. (Wo genau, hängt von verschiedenen Faktoren ab, ein einheitliches Ranking bei allen Nutzern gibt es schon lange nicht mehr. Laut Google Webmaster Tools ranke ich bei diesem Suchwort auf Position 4,1.) Hammer-SEO-Leistung. Nur habe ich eigentlich gar nichts dafür getan. Aber egal, es sieht nett aus (und bringt ein paar Klicks auf meinen Beitrag): […]

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  8. Ja, Ihre Hinweise sind schon wichtig! Ich schreibe seit einigen Jahren Beurteilungen und wenn man mein Profil anschaut, kann man erkennen, dass ich objektiv urteile und dass ich schon einen anspruchsvollen Stil habe.

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  9. Aldiana Side
    Ein Uralub im Aldiana Side ist das beste, was man sich wünschen kann, ich fahre seit 15 Jahren dort hin und werde es ganz sicher weiter tun!!!
    Ein Uralub dort ist die Erholung pur,der Clubchef und seine Frau sorgen für eine Super atmosphäre, das Personal ist ein Traum, die Mitarbeiter sind sehr,sehr freundlich und zuvorkommend, die Anlage gepflegt und super sauber!!!
    Dort kann man auch als Frau alleine hinfahren und fühlt sich sauwohl!
    Über das Essen muss man gar nicht reden, denn es ist ein Traum!
    Außerdem lernt man dort sehr, sehr nette Leute kennen!
    Mann kann es nur weiter empfehlen!
    Ich hoffe doch, ma trifft sich dort mal!

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  10. Hallo Christian,
    ich habe meine zweite Bewertung für unser Hotel in Gündogdu,Türkei angegeben. Das mit dem Vermerk“Nachweis erbracht“ stimmt so nicht! Wir haben NICHT über HolidayCheck gebucht und mein Vermerk steht trotzdem unter meiner Bewertung. Also, auf jeden Fall, die Reisebestätigung bzw. Rechnung o.ä. hinschicken (per Mail).und dann erscheint auch der Vermerk.unter deiner Bewertung.
    Viele Grüße aus Köln Martina

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  11. Bei reinen Hotelbewertungsportalen, sollte man nicht zu blauäugig sein, auch wenn sie meist (zumindest) versuchen Fake- Bewertungen auszuschließen, gibt es immer noch die Gefahr von Manipulationen, da sich dort jeder anmelden und bewerten kann (auch mit vielen Accounts). Daher schaue ich auf der Suche nach einem guten Urlaub, bzw. gutem Hotel, eher bei reinen Reisebuchungsportalen (man muß ja nicht dort buchen…). Hier können sich nur diejenigen an den Rezessionen beteiligen, die auch wirklich dort waren. Wobei bei man auch hier (wie im Beitrag angedeutet) bedenken sollte, dass jeder unterschiedliche Bedürfnisse und Erwartungen hat.

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  12. Habe mir bei holiday check ein hotel auf mallorca angeschaut und dann gebucht das alcudia garden wurde von holiday check bestens bewertet haette ich am 2.tag einen rueckflug bekommen waere ich wider nach hause geflogen kann nur sagen das gleiche wie beim adac
    mfg v.r.k

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  13. Hallo Christian,

    zunächst Respekt vor deinem Engagement!
    Dein Blog ist sehr interressant, aber nicht korrekt.
    Du schreibst „und schließlich ist der Vermerk „Nachweis erbracht“ ein sicheres Zeichen für eine echte Bewertung. Diesen Vermerk bekommen nur Reisende, die über Holidaycheck gebucht haben und also „echt“ gereist sind“.
    Das ist falsch!
    Weißt du genau nach welchen Kriterien Holidaycheck diesen grünen Button „für Nachweis erbracht“ setzt?
    Nun, man mag sagen, auch wenn kein Buchungsachweis erbracht wurde erkennt Holidaycheck eine gewisse Glaubwürdigkeit an. Doch, genau das ist der Punkt, das ist eben nicht glaubwürdig an der Prüfung der Bewertungen. Holidaycheck „glaubt“ es nur aber weiß es nicht und präsentiert dem suchendem Urlauber trotzdem diesen Nachweis.
    Es betrifft mich übrigens nicht nur selbst, sondern auch in den Foren haben sich User über die „Nachweissetzung“ beschwert. Dieser Thread wurde aber gesperrt. Warum nur?

    Darüberhinaus musste ich feststellen, dass auf den ersten Blick nicht mehr erkennbar ist, ob eine kurze oder ausführliche Bewertung abgegeben wurde. Das gab es aber einmal.
    Eine ausführliche Bewertung zu schreiben benötigt aber sehr viel Zeit und diese Bewertungen werden offensichtlich kaum noch gefunden.
    Warum dies?
    Ich interessiere mich nicht für eine drei-Sätze Bewertung und muß jetzt alle anklicken, um endlich eine zu finden, die mich wirklich informiert?
    Ist das nicht sehr oberflächlich? Vielleicht um dem Suchendem nur ein sehr oberflächliches Bild der Bewertungen und Urlaubserfahrungen zu geben? Masse statt Klasse ohne großen Informationsgehalt?

    Leider musste ich aber auch feststellen, dass man vor Ort von Hotels stark beeinflusst wird.
    Durch Geschenke, Blumen, ja gar große „Holidaycheckveranstaltungen“ habe ich erlebt, bei denen eine Reise versprochen wurde, wenn man (natürlich gut) bewertet.
    Als Fake kann man diese Bewertungen dann natürlich nicht deuten, aber als „Manipulation“ der Beliebtheit eines Hotels.
    Wundern tut mich übrigens auch nicht mehr bei diesen Hotels, dass sie über tausende von Bewertungen verfügen und nur hier und da eine „negative“ (voraussichtlich auch ehrliche) dabei ist.
    Hand aufs Herz, wer macht sich unbedingt die Mühe nach einem Urlaub zu bewerten? Man bekommt ja auch nichts dafür.
    Insofern gehe ich mit deiner Theorie auch nicht einher.

    Ich schreibe das auch eigentlich nur, weil ich mittlerweile nicht mehr die Lust habe mir diese Zeit zu nehmen und dazu möchtest du doch eigentlich motivieren, oder?
    Es ist kein nettes Gefühl mit seinem ehrlichem Engagement zwischen teils unglaubwürdigen und nichtssagenden Dreisatzbewertungen, ob mit oder ohne Nachweis (ist eh auch nicht glaubwürdig), schnell auf die 7 Seite zu rutschen. Wie soll ich dann als Urlauber noch Hotels richtig einschätzen können ?
    Vielleicht denken noch mehr so irgendwann wie ich und dann? Was bleibt dann über?

    L.G.

    PS. Ein Profilbild hochladen, zeigt das man glaubwürdig ist? Wie kommst du darauf?

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  14. ich nutze das Hotel- und Urlaubsbewertungsportal oft und gerne, schreibe natürlich auch selbst Rezensionen, muss aber trotzdem von einer mir bekannten gezielten Negativfälschung berichten. Ein Hotel, das ich kenne und gut bewerte, wurde dermaßen extrem schlecht geschrieben, dass ich das dringende Bedürfnis hatte, den Fall aufzuklären. Ich bin fest davon überzeugt, dass es diesem Negativ-Schreiber darum ging, ein Hotel gezielt schlecht zu machen. Mein Verdacht: auch negative Bewertungen können gekauft und somit unecht sein und führen tatsächlich zu Wettbewerbsvorschiebungen.

    Da ich meine Bewertung als Single geschrieben hatte, die vorangegangene Negativbewertung aber von einem Paar stammte, war es trotz meiner Bemühungen nicht möglich, die Headline dieser Bewertung zu „überschreiben“.

    Die Erklärung von Holidaycheck, dies läge daran, dass die letzte Paar-Bewertung immer oben stehen bleibt bis eine weitere Paarbewertung eingeht, finde ich ziemlich abstrus.
    Das mag ja systembedingt sein, ist aber m. E. nicht tragbar und müsste dringend geändert werden.

    Seit diesem Vorfall sehe ich die Plattform, die mir eigentlich gut gefällt, sehr skeptisch!

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  15. Ich nutze Holidaycheck nun auch schon seit gut zehn Jahren zum Buchen, Vergleichen, Bewerten usw…In letzter Zeit treffe ich leider auch vermehrt auf offensichtliche Fake-Bewertungen. Da werden zu einem Hotel zig Bewertungen hintereinander verfasst, die allesamt von nicht registrierten Benutzern geschrieben wurden und regelmäßig nichtssagende Dreizeiler sind. Macht irgendwie auch keinen guten Eindruck vom Hotel, aber gut. Solange es mich überzeugt, sei mir das herzlich egal. Dennoch mein Rat: Absolut nicht mehr auf die Prozentrate an Weiterempfehlungen achten, da sie heutzutage kaum noch eine Aussagekraft haben. Klar, sollte man drauf achten, dass man wenigstens 75% Weiterempfehlungsrate hat, aber alles was dann kommt, kann nicht wirklich auf Authentizität überprüft werden – leider. Ich verfahre mittlerweile so, dass für mich zunächst die objektiven Eckdaten der Hotels eine Rolle spielen und wenn das alles passt, gehe ich gezielt in die Bewertungen und suche mir offensichtlich „echte“ Bewertungen raus. Dann schaue ich nach guten und schlechten Bewertungen und mache mir so mein Bild…

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  16. Das Problem mit den gefälschten Bewertungen besteht doch nicht nur auf Bewertungsportalen wie HolidayCheck. Yelp, Golocal und Pointoo sind mindestens genauso von gefälschten Bewertungen betroffen. Mich nervt das Thema und ich meide Firmen grundsätzlich, wenn ich eine Bewertung lese die offensichtlich gefälscht ist.

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  17. Bei TÜRKEI Hotels kann man Bewertungen, die zumindest von einem türkischen Computer aus geschrieben wurden, leicht erkennen an dem fehlenden „i-Punkt“ über dem i. Auf der türkischen Tastatur ist am Stelle des i mit punkt nur ein Strich ohne Punkt. Zum Beispiel: vıelseıtıg

    So erkennt man Bewertungen die wohlmöglich direkt im Hotel von der Rezeption oder der Computer-Ecke geschrieben wurden. Eventuell sogar echte Urlauber, die man darum gebeten hat gegen eine kostenlose Massage oder sonstiges. Meistens sind diese Bewertungen auch kurz gehalten.

    Schön ist so etwas nicht :(

    Beispiel: http://www.holidaycheck.de/hotelbewertung-Hotel+Rubi+Platinum+E%C4%B1n+erholsamer+Traumurlaub+%C4%B1n+we%C4%B1ss+blau-ch_hb-id_13410766.html

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  18. Ich hätte da einen erweiterten Vorschlag. Warum kann man nicht auch den Bewerter aufrufen. Es wäre doch ein gutes Hilfsmittel, wenn man sieht, wie ein Bewerter bestimmte Hotels bewertet, ob er immer „total begeistert“ ist oder aber ein ständiger Meckerer. Liebe Leute von Holidaycheck, denkt mal drüber nach. Würde halt bedeuten, dass man sich mit Nickname registriert (oder über die Mailadresse). Die Glaubwürdigkeit würde aber mächtig steigen.

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  19. Ich arbeite selber in einem Ferienhotel in Aegypten.
    Wir sind hart am dran arbeiten, dass auch wirklich die zufriedenen Kunden Ihre Kommentare bei Holidaycheck hinterlassen.
    Aber stimmt schon diese Portal wird auch von einigen Gaesten benutzt fuer regelrechte Erpressung “ Wenn ich heute kein Essen in diesem Al a Card Restaurant bekomme werde ich eine schlechte Bewertung auf Holidaycheck abgeben.“ “ Ich will ein kostenfreies Upgrade zu einem Deluxe Zimmer ansosten werde ich viele schlechte Bewertungen schreiben“
    Fuer mich ist dieses Bewertungsportal wirklich nur ein Stoerfaktor…

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  20. Holydaycheck selbst manipuliert die Bewertungen. holydaycheck verdient beispielsweise ein großteil seines Geldes indem man die (gut bewerteten) Hotels anklickt und bei HRS oder booking.com reserviert. Immer dann ist hc dran beteiligt. Somit hat hc ein eigeninteresse, nur die Hotels positiv da stehen zu lassen, die auch auf den einschlägigen Portalen buchbar sind. Es darf nicht sein, dass unter einem Ort ein Hotel ganz oben steht, an dem sie nichts verdienen können, da bei der Vermittlungsmafia nicht buchbar. Da werden dann endlos Quittunge, Rechnungen, Buchungsbestätigungen angefordert und am Ende wird die veröffentlichung abgelehnt weil angeblich nicht plausibel.

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  21. Ein nett geschriebener Text, läßt aber einige wichtige Aspekte schmerzhaft vermissen.Haben Sie sich je darüber Gedanken gemacht, wie das Geschäftsmodell von HolidayCheck funktioniert und (weil es keine Wohltätigkeitsorganisation ist) was dort von wem und wem verkauft wird?Mit anderen Wörtern: es ist kostenlos aber was ist hier die Ware mit der gehandelt wird?

    HC verkauft die Kunden an Drittparteien, Kunden, die glauben ein Teil der Community zu sein. Die Drittparteien bieten keine nennenswerte Eigenleistungen an: als sog. OTA’s sind sie nur Vermittler zwischen dem Leistungserbringer (z.B. Hotel oder Veranstalter) und dem Endkunden/Käufer. Für diese „Dienstleistung“ kassieren die OTA’s zwischen 15% (z.B. booking.com) und bis zu 25% (z.B. Expedia oder Hotel.com). Man muss sich das vorstellen: 1/4 des Gesamtumsatzes für „durchreichen“ mittels einer automatisierten Plattform. Von den Provisonsgeldern werden sofort ca. 80% reinvestiert, meistens bei Google, TripAdvisor oder HolidayCheck. Um dort sichtbar zu sein und an prominenter Stelle zu erscheinen wo die Chance eine Buchung zu erzielen am höchsten ist. Denn HC, ähnlich wie andere Berwertungsportale kassiert für jeden Klick des ahnungslosen Gastes in spe unabhängig davon ob eine Buchung zustande kommt oder nicht.

    Und hier fängt das eigentliche Problem an: um den höchsten Umsatz mit PPC (pay per click) für as Portal zu erzielen, muss der User von Bewertungsportalen dorthin geführt werden wo die zahlenden Kunden mit Ihren Buttons und 50cent/Klick schon warten.

    Nun sagen Sie mir welche Chancen in diesem System ein kleines, unabhängiges – ja fantastisches privates Hotel hat? Mit echten Bewertungen? Und wie Stark muss das Interesse von HC sein dass der User solches findet?

    Gerne beantworte ich Ihnen diese Frage: keine Chance. Es wird manipuliert, mit unscharfen Kriterien gespielt, mit Filtern die angeblich „das zu Ihnen passende“ finden helfen sollen. Das was kein Profit verspricht wird ausgeblendet. Serviert wird was HC Geld bringt. Und bewertet. Denn was nicht präsentiert wird wird nicht gebucht und nicht bewertet. So dreht sich der User in einer Scheinwelt und generiert immer höhere Umsätze mit seinen Klicks ohne zu Ahnen dass er ein Totengräber von Individualität und Überschaubarkeit ist.

    Traurig.

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  22. Tja ein leidiges Thema mit dem auch die Hotelier zu kämpfen haben. Wir haben ein Hotel übernommen und es nicht möglich Bewertungen von vor mehr als 3 Jahren zu entfernen. Bilder die es im ganzen Haus nicht gibt. Bewertungen auf der negativen Seite werden nie in Holidaycheck mit einem Nachweis hinterfragt, positiev schon!!!! Habe ich selbst getestet! Ich halte garnichts davon. Geldmacherei und ein Werkzeug für unlauteren Wettbewerb.

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