Ach, und übrigens … (7): Messenger, eine Erfindermetropole, sinnlose Symbolbilder und die Blues Brothers

Über das Ende von Facebook (gut, das ist etwas reißerisch), kluge Köpfe in Erlangen, eine Frau auf einer Sommerwiese und analoge Zerstörungsorgien aus den guten alten Zeiten …

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WhatsAppWenn man die Manager in deutschen Unternehmen (und überhaupt die deutschen Mitbürger) vor ein paar Jahren mal so richtig vor den Kopf stoßen wollte, hat man ihnen erzählt, dass die Kids und Teenager heutzutage kaum noch E-Mail nutzen, sondern ihre Kommunikation über andere Plattformen, zum Beispiel Facebook, abwickeln. Wie bitte? Keine E-Mails mehr? Das Kommunikations-Medium schlechthin? Genau. Wenn man die Manager in deutschen Unternehmen (und überhaupt die deutschen Mitbürger), die sich doch gerade erst an Facebook gewöhnt haben, heute mal so richtig vor den Kopf stoßen will, erzählt man ihnen, dass die Kids und Teenager heutzutage kaum noch Facebook nutzen, sondern ihre Kommunikation über andere Plattformen, zum Beispiel WhatsApp und LINE, abwickeln. Wie bitte? Kein Facebook mehr? Das Kommunikations-Medium schlechthin? Genau. Ok, ich habe das etwas zugespitzt, aber ausführlich und differenziert hat der geschätzte Björn Eichstädt das für die t3n beschrieben, und das solltet ihr lesen: Die stille Revolution: Messenger unterwandern Social Networks

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Schloss und Schlossgarten in Erlangen
Schloss und Schlossgarten in Erlangen

Ist ja mal schön, wenn ich so viel Gutes über meine Wahl-Heimatstadt Erlangen lesen darf: „Die fränkische Stadt hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zur bedeutendsten Erfindermetropole in Deutschland, vielleicht sogar in Europa entwickelt.“ Aus Erlangen stammt das MP3-Format, nirgendwo in Europa werden so viele Patente erfunden wie hier, die Arbeitslosigkeit liegt bei 2,9 Prozent und in der letzten Dekade gab es über 100 Spin-Offs, also neue Firmen, die aus der Friedrich Alexander Universität heraus gegründet wurden. All das kann und sollte man in diesem SZ-Artikel lesen mit dem schönen Titel „Wenn kluge Menschen kluge Menschen anlocken„.

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Chillout mit NotebookFrüher gab es ja mal so etwas wie Bildredakteure, die versuchten zum Text das möglichst passende Bild zu finden. Kein ganz leichter Job. Nehmen wir die junge Dame, die sich da gut gelaunt im sommerlichen Gras räkelt und entspannt irgendwas mit ihrem Notebook macht … Was könnte der Redakteur mit ihr bebildert haben? Auf welcher Webseite mit welchem Dienst findet sich dieses hübsche Symbolfoto? Auf einer Online-Dating-Plattform? Bei einem Anbieter von Sprachreisen? Auf irgendeiner Seite für Tourismus-Marketing? Ich löse mal auf: Das Bild gibt’s auf elster.de! So sieht der durchschnittliche Deutsche also aus, wenn er seine Steuererklärung macht und via Elster ans Finanzamt schickt. Ich glaube, ich bin bei dem Thema viel zu verkrampft: Schreibtisch, Aktenordner, Berge von Belegen … Nächstes Jahr lege ich mich auch mit dem Notebook in unseren Garten, um die Chillout-Steuererklärung zu machen …

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Die Blues BrothersIch liebe es, dass meine Kinder langsam in einem Alter sind, in dem ich „die guten alten Filme“ mit ihnen anschauen kann. Neulich also: die Blues Brothers. Schön zu sehen, dass so ein Film auch noch nach 33 Jahren bestens funktioniert. Meine Kinder fanden die Musik ein bisschen ungewöhnlich, aber cool, haben sich gewundert, dass die Nazis mit Hakenkreuzbinde rumlaufen („Das ist doch verboten!“) und haben sich vor allem angesichts der automobilen Zerstörungsorgien schlappgelacht (und das trotz oder gerade wegen der komplett analogen Verschrottungen, da ist ihre Wahrnehmung zum Glück noch nicht vollständig durch digitale Materialschlachten wie in Transformers verdorben …).

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Ach, und übrigens: Wir waren zur Erstkommunion mal wieder in Oberbayern, genauer gesagt im Chiemgau. Das mag allen Berlinern und Hamburgern befremdlich vorkommen, und selbst für uns Franken ist das eine andere Welt … Aber ich mag solch authentisches Brauchtum, wenn die Kinder mit zünftiger Musik abgeholt und zur Kirche geleitet werden. Und überhaupt ist das eine wahnsinnig schöne Gegend, da kann ich euch nur dringend empfehlen mal Urlaub zu machen:

Erstkommunion in Bayern

Bergen im Chiemgau

In Ach, und übrigens (6) ging es übrigens um Netzneutralität, das Schattenreich der Telekom, Datenautobahnen vs. Datenfeldwege und lesenswerte Thesen zum Social Web in der Post-Shitstorm-Ära …

Bildnachweis: Universal Pictures

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