Ach, und übrigens … (10): WordPress, Aufklärung und Star Trek

Über den 10-jährigen WordPress-Geburtstag, mein Blog als Licht in der Finsternis, Eskapismus, neue und alte Star Trek-Filme und einen tollen Soundtrack …

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WordPress ist 10 Jahre alt und zum Geburtstag möchte auch ich gratulieren, denn ohne WordPress gäbe es auch mein kleines Wohnzimmer-Blog nicht (oder jedenfalls wäre es mir nicht so leicht gefallen, mit dem Bloggen anzufangen). WordPress ist einfach großartig und für mich eine der schönsten Social Media Anwendungen, egal ob selbst gehostet oder als Cloud-Lösung. Das bringt Jürgen Vielmeier schön auf den Punkt: „WordPress bleibt für viele leicht zu benutzen, so flexibel und umfangreich wie gewünscht und wartet bei Problemfällen mit einer riesigen Community im Rücken auf. Die Bedeutung von WordPress für die Medienlandschaft ist nicht zu unterschätzen. Das System hat vielen einzelnen Bloggern oder ganzen Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren die Möglichkeit gegeben, dynamischen Content so einfach wie nie zu veröffentlichen.“ Daher: Happy Birthday!

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Der boese Barcode und die BioenergieWordPress ist nicht nur toll, sondern auch sehr schön suchmaschinenoptimiert, daher freue ich mich, wenn Leser über Google auf meine Beiträge aufmerksam werden. Besonders freue ich mich, wenn irgendwelche Verrückten in der Finsternis der Voraufklärung Gefangenen nach Esoterik-Themen googeln, dann bei mir landen und ungewollt ein wenig vom Licht der Aufklärung geblendet werden. Das passiert in letzter Zeit besonders häufig bei Suchbegriffen wie „barcode gefahr„, „barcode gefährlich„, „barcode teufel“ und „barcode strahlung„. Ja, ich weiß, das führt die Menschheit auch nicht aus der selbst verschuldeten Unmündigkeit, aber trotzdem.

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Star Trek Into DarknessApropos Finsternis. Was macht man an solchen unglaublich verregneten Frühlingstagen, wenn man nicht gerade bloggt? Genau, man geht ins Kino. Wir haben uns Star Trek – Into Darkness angeschaut und ich darf euch den Film empfehlen. Ab in den Weltraum, die unendlichen Weiten, während bei uns alles grau in grau im Dauerregen versinkt. So viel Eskapismus muss erlaubt sein. Ich finde ja, J. J. Abrams, dem ich seit Lost gerne bei seiner Arbeit zusehe (ja, ich habe alle 121 Folgen gesehen), hat die Star Trek-Serie wunderbar neu belebt. Diesmal – Achtung SPOILER – sehen sich Kirk, Spock & Co. erneut mit dem Zorn des Khan konfrontiert – diese Auseinandersetzung gab es ja schon mal im zweiten Star Trek-Kinofilm aus dem Jahr 1982. Abrams lässt es ordentlich krachen, nimmt sich aber auch genug Zeit für seine Figuren und streut zur Freude der Trekkies Hundert kleine und große Anspielungen auf die gute alte Original-Serie ein.

Und weil das Wetter so ist, wie es ist, haben wir uns gleich nach dem neuen Kinofilm die alten Filme nochmal angeschaut, die freundlicherweise zurzeit auf ARTE laufen. Dabei hat sich die Faustregel bestätigt, dass die „geraden“ Filme gelungen, die „ungeraden“ missraten sind. Nummer eins also, Star Trek – Der Film aus dem Jahr 1980, ist heute völlig ungenießbar und episch langweilig; der halbe Film besteht darin, dass die Enterprise von links nach rechts oder rechts nach links durchs Bild gleitet oder eine Raumfähre auf die Enterprise zu oder von ihr weg. Ich habe den Verdacht, dass das auch 1980 keine Mörder-Special-Effects waren, in denen man derart schwelgen musste, aber heute ist das schlicht zum Einschlafen. Nummer zwei dagegen, besagter Zorn des Khans, hat eine gute Handlung (Rachegeschichten funktionieren fast immer), ist flott inszeniert und kokettiert mit dem zunehmenden Alter seiner Helden, was auch heute noch gut unterhält. (Film Nummer drei ist wieder langweilig, Nummer vier witzig, Nummer fünf unerträglich langweilig, Nummer sechs großartig, danach gilt die Faustregel nicht mehr so recht …)

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Ganz ausgezeichnet gefällt mir übrigens auch der Soundtrack von Michael Giacchino, der die alten Motive von Jerry Goldsmith und James Horner aufgreift und weiterentwickelt zu einem bombastischen Weltraumopern-Symphonieorchester-Bigband-Spektakel, das seinesgleichen sucht. Hier könnt ihr mal reinhören:

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In Ach, und übrigens (9) ging es übrigens um Pinkelpausen mit Mehrwert, das schwierige Geschäft der Fäkal-PR und die Frage, ob sich Gäste-WCs von der Steuer absetzen lassen ….

9 Gedanken zu “Ach, und übrigens … (10): WordPress, Aufklärung und Star Trek

  1. Ich kann dir bzgl. Star Trek in allen Punkten nur zustimmen. Neuauflage super, Soundtrack super, alte Vorlagen super. Die passende Doku dazu auf Arte war aber eigentlich noch spannender als die Filme selbst, hast du die auch gesehen? Ansonsten ab in die Mediathek ;)

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    • Ja, hab ich auch gesehen und einiges dabei gelernt. Denn die Original-Serie ist das Einzige aus dem Star Trek-Universum, das ich nicht gesehen habe, da war ich noch zu jung ;-) Ich hab mit den Filmen angefangen (ich glaube, der 4. war der erste, den ich im Kino gesehen habe) und dann ab Next Generation ALLES gesehen …

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  2. Stimmt, J. J. Abrams hat das Star Trek Universum schön aufgefrischt, und das trifft auch auf Giacchinos Soundtrack zu: eine interessante Mischung aus alten Themen, neuen Ideen, und viel Hommage an das was so landläufig für eine Helden-Epos-Score gehalten wird. Ich hoffe sehr, da kommt noch ein bisschen was nach (sowohl optisch als auch akustisch)!

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  3. Die Star Trek-Ausführungen sind fast zustimmungspflichtig, bis auf 2 Ausnahmen:

    1. echte Fans sind keine Trekkies (ist eher ein Schimpfwort), sondern Trekker
    2. soviel Heulerei auf einem Vulkaniergesicht ist abartig, bräuchte Nimoy aus geltungssüchtigen Gründen seine Filmsekunden, hätte er interveniert.

    Live long and prosper!!!

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    • Wobei mir die Doku auf Arte gerade erklärt hat, dass sich der Begriff Trekker trotz Bemühungen einiger Hardcore Fans nie durchgesetzt habe und daher die Fans heute im Großen und Ganzen Trekkies heißen (was ja irgendwie auch sympathisch und erfreulich entspannt klingt) …

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      • … wie Raumpflegerin statt Putzfrau, facility manager statt Hausmeister, Zigeuner statt Roma, Eskimo statt Inuit, Haarbenachteiligter statt Glatzkopf, zu Fuß gehender statt Fußgänger, einfach Strukturierter statt Idiot, geistiges Diarrhoe statt Scheiß, Frisörin statt Frisöse, Prekariat statt Pöbel, Wildkräuter statt Unkräuter, Assistentin der Geschäftsleitung statt Sekretärin, afrikanische Liebesbezeugung mit Migrationshintergrund statt Mohrenkuss … Trekkies statt Trekker.

        Qapla!!!

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