Christian im ARD Ratgeber Recht zum Thema Hotelbewertungen

Ach, und übrigens … (14): Ich in der ARD, Fuck Kino und The Walking Dead

Über meine 20 Sekunden Ruhm, das Problem mit sozial inadäquaten Mitmenschen im Kino und eine extrem interessante Infografik zur extrem guten Zombie-Serie The Walking Dead

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Ich war im Fernsehen. 20 Sekunden Ruhm sozusagen. Für die gute alte ARD-Sendung Ratgeber Recht wurde ich zum Thema Hotelbewertungen im Internet befragt. Ich weiß ja nicht, wer am Samstag Nachmittag um 17 Uhr den ARD Ratgeber Recht sieht – vermutlich niemand. Niemand konnte dann hören und sehen, wie „Hotelgast“ Christian Buggisch, ein „Familienvater aus Erlangen“, der „schon viele Hotelbewertungen geschrieben hat“, erklärte, worauf er bei Hotelbewertungen achtet.

Der Familienvater aus Erlangen bei HolidayCheck ...
Der Familienvater aus Erlangen bei HolidayCheck …

Interessanter als die 20 Sekunden Christian in der Sendung ist, wie das Ganze zu Stande kam, nämlich folgendermaßen: Eine Berliner Journalistin recherchierte im Auftrag der ARD zum Thema Hotelbewertungen. Und da „recherchieren“ auch bei Journalisten heutzutage erst mal „googeln“ bedeutet, befragte sie die Suchmaschine und bekam als Antwort unter anderem meinen Blog-Beitrag „So könnt ihr Fake-Bewertungen bei HolidayCheck & Co erkennen„, der beim Suchbegriff „holidaycheck“ übrigens inzwischen auf der ersten Trefferseite bei Google angekommen ist.

Jedenfalls hat die Journalistin dann Kontakt zu mir aufgenommen, wir haben uns ein bisschen ausgetauscht und schließlich das Interview via Skype aufgenommen. Das meiste davon landete natürlich in der Tonne, letztlich schafften es gerade mal 20 Sekunden Statement in den ARD Ratgeber Recht, und leider wurde auch mein Blog nicht im TV erwähnt (wäre mal interessant gewesen, wie sich das auf die Aufrufe auswirkt).

Christian via Skype in der ARD
Und so hat es auch mein Wohnzimmer mal in die ARD geschafft …

Aber wir halten als Fazit fest: Selbst kleine Wohnzimmerblogs wie meines werden dank ein klein wenig SEO Google gefunden, gelesen und landen gelegentlich auch auf dem Aufmerksamkeitsradar anderer Medien. Und das Gute an den 20 Sekunden ist: Wenn Andy Warhol Recht behält („In the future, everyone will be world-famous for 15 minutes“), habe ich noch 14 Minuten und 40 Sekunden Ruhm vor mir ;-)

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Wahrscheinlich liegt es daran, dass auch ich immer älter werde, aber bei der Lektüre des Blogbeitrags „Fuck Kino“ vom kiezneurotiker wusste ich nicht, ob ich lachen, seufzen oder dauernicken soll (ich hab dann glaube ich alles drei im Wechsel getan):

Mit zunehmendem Alter vergeht mir immer mehr die Lust auf Blockbuster in Multiplexkinos, in denen ich immer genau hinter mir laute dauerpubertierende Quälgeister ertragen muss, die ihre Stinkmauken auf der Lehne neben mir lüften und mit ihrem iPhone im Kinosaal herumleuchten, so als wären wir hier bei einem Live-Konzert, während sie den ganzen Film für potenziell anwesende Hörgeschädigte kommentieren.

Ich habe auch überhaupt keinen Bock mehr, 15 Euro pro Person an Eintritt zu bezahlen, um mir einen Film mit Überlängenzuschlag, Abendzuschlag, 3D-Zuschlag anzuschauen und nochmal genauso viel für Getränke und Verpflegung. Und ich will auch überhaupt nicht mehr auf einem Sitz vor mich hinkeimen, der immer noch vom Popcornkaramell und der Cola meines Vorsitzers klebt. Und von dessen Lehne dicke gelbe Nacho-Käsesoße tropft.

Nein. Aus. Bye Bye. Wenn ich Geld für null Komfort und das Zusammengepferchtsein mit sozial inadäquaten Mitmenschen verbrennen will, dann fahr‘ ich S-Bahn.

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Infografik zu The Walking DeadZu Hause fernsehen ist also das bessere Kino. Und glücklicherweise gibt es ja jede Menge Serien-Content, der qualitativ den großen Kinoproduktionen in nichts nachsteht. Zum Beispiel The Walking Dead, eine grandiose Zombie-Serie, die besser ist als alle Zombie-Kinofilme der letzten zehn Jahre zusammengenommen. (Erwähnte ich schon, dass ich ein großer Fan des Zombie-Genres bin? Muss ich mal bei Gelegenheit separat drüber bloggen …)

Im großen Internetz bin ich jetzt über diese Infografik gestolpert, die zweifellos eine der sinnvollsten und informativsten Infografiken seit langem ist (während die meisten Infografiken ja nur Binsenweisheiten in bunten Bildern für Legastheniker aufbereiten). Wir lernen, dass in den ersten drei Staffeln 472 Zombies vom Tod zum Tod befördert wurden, die meisten mit Pistolen und Gewehren, nicht wenige aber auch mit Macheten, Schaufeln und Äxten. Ein Golfball und ein Stuhlbein kamen auch mal zum tödlichen Einsatz.

Diese und weitere wertvolle Details: in der Infografik (Quelle: nationalpost.com).

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Ach, und übrigens: Wir waren kürzlich in Dresden, und das ist wirklich eine Reise wert. Seht selbst (einfach anklicken und durchklicken):

In Ach, und übrigens (13) ging es übrigens um ein trostloses, wunderbares Buch, den Twitter-Aufschrei, den ich für wenig preiswürdig halte, und gar nicht lustige Videos über explodierende Schauspielerinnen …

2 Gedanken zu “Ach, und übrigens … (14): Ich in der ARD, Fuck Kino und The Walking Dead

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