Mein digitales Leben (6): Dies und das

In einer kleinen Beitragsserie habe ich nun berichtet, was ich wann wo wie und warum digital mache und nutze. Ein paar Dienste habe ich bislang noch nicht erwähnt, was ich hiermit – zum Abschluss der Serie – tue …

Beginnen wir mit Multimedia. Und kehren dabei zugleich zum Thema soziale Netzwerke zurück: Ich liebe Instagram, diese kleine Foto-App mit integriertem Netzwerk. Instagram hat mindestens zwei Stärken: Die App ist einfach und beschränkt sich auf wenige Funktionen – das komplette Gegenteil von Facebook. Und es ist unglaublich einfach, verschiedene Netzwerke via Instagram mit Fotos zu versorgen. Einmal eingerichtet, flutscht diese App, dass es eine Freude ist. Weniger wichtig sind die Filter- und Unschärfe-Spielereien, die man mit Instagram machen kann. Ich nutze sie zwar auch, verstehe aber, wenn manche von diesem speziellen Instagram-Look langsam genervt sind.

Instagram ist für mich außerdem zu einem kleinen Foto-Tagebuch geworden, in dem ich ab und zu blättere und mich an Reisen und besondere Momente erinnere. Das geht über die lokale Bildersammlung auf dem iPhone oder online über die App bzw. mein Profil auf der Instagram-Website. Letztes Jahr habe ich sogar einen Jahresrückblick mit Instagram-Bildern gepostet.

Musik mit Spotify

Heino bei Spotify
Kaufen? Muss nicht sein. Aber mal reinhören …

Meine Video-Plattform Nummer 1 ist natürlich YouTube – das ist vermutlich wenig überraschend. Was Musik angeht, bin ich ein Spätzünder: Erst habe ich ziemlich lange CDs gekauft und am PC als mp3 eingelesen, dann habe ich ziemlich lange Musik bei Apple und Amazon gekauft. Seit etwa einem halben Jahr bin ich zahlender Spotify-Nutzer und bin damit ziemlich glücklich und zufrieden. Was ich dort für 9,90 Euro im Monat bekomme, deckt meinen Bedarf zu 90 Prozent.

Was mir Spotify so sympathisch macht: Man kann alles mögliche ausprobieren und anhören, ohne es auf Dauer besitzen zu müssen. Alle Feuilletons schreiben über die neue Heino-CD? Schnell mal reinhören, kaufen muss ich mir das aber nicht. Der neue Star Trek-Film war toll und auch der Soundtrack geht mir nicht aus dem Ohr? Dito. Zwei Drittel aller Musik höre ich vermutlich, während ich meine Runden durch den Wald drehe, dabei habe ich gerne Abwechslung. All diese Sachen haben bei mir eine Halbwertszeit von maximal einem halben Jahr, danach brauche ich sie nicht mehr.

Shopping bei Amazon & Co.

Shopping bei AmazonApropos Amazon: Ja, ich kaufe nach wie vor bei Amazon ein, wenngleich ich die Behandlung von Leiharbeitnehmern schwierig fand und ein Fan von kleinen inhabergeführten Buchhandlungen bin. Allerdings kaufe ich bei Amazon selten deutsche Bücher. Ich recherchiere bei Amazon nach ihnen, speichere sie in meiner Wunschliste, drucke diese aus, gebe sie meiner Frau, und die kauft dann meine Wunsch-Bücher beim lokalen Buchhandel um die Ecke, wenn sie ohnehin mal wieder vor Ort ist. Ich finde, das ist ein ziemlich pragmatischer, nachahmenswerter und maximal globalisierungskritischer Ansatz.

Was ich bei Amazon hingegen kaufe, sind vor allem englischsprachige Bücher (die man erstaunlicherweise im lokalen Buchhandel schwer bis gar nicht bekommt) und Elektronik-Kram, vom einfachen Kabel bis zum großen Flachbild-Fernseher. Damit schädige ich zwar MediaMarkt und Saturn vor Ort, aber beide kann ich schon wegen ihrer Werbung und Werbung nicht leiden.

Ansonsten melde ich mich anlassbezogen großzügig bei allen möglichen Online-Shops an, um bestimmte Dinge zu kaufen oder Angebote wahrzunehmen. Angst um meine Daten habe ich dabei nicht, die Herausforderung besteht eher darin, den Überblick über Benutzernamen und Passwörter nicht zu verlieren …

Online-Speicher bei Google und Evernote

Hat ein Gedächtnis wie ein Elefant: Evernote
Hat ein Gedächtnis wie ein Elefant: Evernote

Um diesen Überblick zu behalten, speichere ich ein paar Merkhilfen – natürlich keine Passwörter, Kontonummern oder ähnliches – nebst Notizen, Gedanken und Erinnerungen in Evernote. Das finde ich in Sachen Usability zwar immer noch schwierig, dafür synchronisiert es alles schön und einfach zwischen Desktop, iPhone und iPad.

Für alles andere gibt es Google. Jede größere Datei, die ich irgendwem zukommen lasse, landet bei mir in Google Drive. 15 GB kostenloser Speicherplatz und die von der Suche gewohnte extrem einfache Bedienbarkeit nebst Integration in Gmail sprechen für sich. Immer öfter erstelle und nutze ich auch Tabellen in Google Drive, während ich für die wenigen Briefe, die ich pro Jahr schreibe, kurioserweise noch das gute alte Word anwerfe.

Daten in der bösen Cloud?

Das war’s dann mit meinem kleinen digitalen Rundumschlag. Noch Fragen? Oder vielleicht Bedenken? Denkst du gar nicht an die Risiken?, werdet ihr nun vielleicht fragen. Was ist mit den Daten, die ungeschützt und aggregierbar in der Cloud umherfleuchen? Was ist, wenn der Staat, die Krankenkassen, das böse Facebook, der BND, Homeland Security, Horst Seehofer oder die Freiwillige Feuerwehr Büchenbach sich deine Daten schnappen und damit machen, was sie wollen? CHRISTIAN, HAST DU DAVOR DENN GAR KEINE ANGST?!?!

Nö.

(Was nicht heißt, dass ich dieses ganze Prism-Zeugs gut finde.)

Alle weiteren Beiträge zum Nachlesen

Bildnachweis: Marcus Stark / pixelio.de; Composing: CB

6 Gedanken zu “Mein digitales Leben (6): Dies und das

Und jetzt sag deine Meinung:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s