Zitat am Freitag: Spinnen-Smoothie

Wieder was gelernt: über die Lieblingstiere von uns allen, denen die FAS eine Doppelseite gewidmet hat …

Dabei ging es nicht um die fiesen Monster-Spinnen, die in anderen Teilen der Welt beheimatet sind, sondern um die schnuckeligen, kleinen, harmlosen Spinnen, die bei uns zu Hause wohnen. Harmlos für uns Menschen. Seien wir froh, dass wir keine Insekten sind:

Verfängt sich eines in ihrem Netz, wird es von den extrem langen Beinen der herangeeilten Zitterspinne gepackt und schnell in ein handliches Seidenpaket verwandelt. Erst dann folgt der Giftbiss. Dabei werden wie bei allen Spinnen auch Verdauungsenzyme injiziert, die das Innere der Beute in eine Art Smoothie verwandeln, der sich bequem aufsaugen lässt.

Beschreibt anschaulich: die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.

Einiges habe ich auch über Arachnophobie gelernt. Zum Beispiel dass sie kaum genetisch begründet ist, was man früher annahm:

Dagegen spricht, dass es weltweit nur eine Handvoll wirklich gefährlicher Spinnenarten gibt. Und selbst die dürften bei unseren Vorfahren zu selten mit Todesfolge zugebissen haben, um Spinnenphobikern einen evolutionär relevanten Überlebensvorteil zu verleihen. Zudem ist Arachnophobie ein typisch westliches Phänomen. Ausgerechnet in jenen Ländern, in denen giftige Arten vorkommen, tendieren die Menschen zu einem wesentlich entspannteren Verhältnis zu den Achtbeinern.

ArachnophobieDass so viele Angst vor Spinnen haben, dürfte vielmehr an kindlicher Prägung liegen. Ein Kind sieht, wie ein Erwachsener Panik vor Spinnen hat und merkt sich das. Es liegt aber auch ein bisschen an den Spinnen selbst, schließlich hat man in Experimenten mit Affen (denen man Videos verängstigter Artgenossen in Kombination mit bestimmten Attrappen zeigte) herausgefunden, dass Jungtiere die Angst ihrer Eltern übernehmen – aber nur die Angst vor bestimmten Objekten, nicht vor allen. Vor Spinnen und Schlangen zum Beispiel, nicht aber vor Blumen oder Plüschtieren. Der Grund:

Die Psychologen deuteten dies als Hinweis darauf, dass Affe und vermutlich auch Mensch evolutionär bedingte Prädispositionen für bestimmte Ängste besitzen, etwa eine Abneigung gegenüber sich bewegenden, dem eigenen Körperschema sehr unähnlichen Lebewesen. Ob und gegen welche Tiere daraus eine Phobie wird, werde aber erst durch soziales Lernen und Weitergabe der Angst bestimmt. So vermuten einige Forscher einen kulturellen Ursprung der Arachnophobie im christlichen Mittelalter. Damals wurden Spinnen für Gehilfen des Teufels und Verbreiter von Tod und Krankheit gehalten.

Spinnen-BegegnungIst doch wirklich interessant.

Mein spannendstes Spinnen-Erlebnis hatte ich übrigens mal, als ich in Mühlheim an der Ruhr übernachtete. Das Hotel lag direkt an der Ruhr, und wie das bei Flüssen so ist, wohnten dort sehr viele Spinnen. Leider hatte das Hotel gar keine oder nur sehr löchrige Fliegengitter, ich kann mich kaum noch erinnern. Woran ich mich erinnere: Dass nachts ein paar große schwarze Spinnen über meine Bettdecke krabbelten. Und morgens warteten ein paar von ihnen in der Dusche auf mich …

Schönes Wochenende! Und schlaft gut … (krabbel, krabbel …)

(Alle Freitags-Zitate zum Nachlesen)

Bildnachweis: Pixabay (1, 2, 3)

2 Gedanken zu “Zitat am Freitag: Spinnen-Smoothie

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