Die letzten fünf Filme: von Sternenkrieg bis Casinoraub

Wir verabschieden uns langsam von 2016, nicht ohne nochmal im Kinosessel und auf dem Sofa ein paar interessante Filme gesehen zu haben. Die Bandbreite reicht vom jüngsten Nachwuchs in der Star Wars-Familie bis zum coolen Clooney-Klassiker …

Star Wars – Rogue One (Kino)

Einerseits ist es nur ein weiterer Star Wars-Film. Kennt man alles irgendwie schon. Andererseits ist es ein weiterer Star Wars-Film! Und in diese Welt eintauchen ist für Fans wie mich, die seit frühester Kindheit mit Star Wars aufgewachsen sind, wie nach Hause kommen. Das Schönste an dem Film ist, wie elegant er den Übergang zum ältesten Teil der Saga (also Episode IV – Eine neue Hoffnung) von 1977 hinbekommt, denn hier wird die Vorgeschichte erzählt, genauer gesagt wie die Rebellen an die Pläne des Todessterns kamen, um ihn in eben jener Episode IV zu zerstören. Großartig, wie am Schluss die Rädchen ineinandergreifen, wie Optik und Handlung stimmen und man nahtlos Episode IV in den Bluray-Player werfen könnte, um weiter zu schauen.

Sully (Kino)

sully-flugzeug-im-hudson-riverAch, so ein schöner Film. Die Geschichte der erfolgreichen Notwasserung von Captain Chesley Sullenberger im Hudson River ist schon phantastisch genug. Nicht weniger als ein Wunder. Und trotzdem hätte man wenn schon nicht das Flugzeug, dann doch wenigstens mit Leichtigkeit den Film versenken können: ein strahlender Held, kitschige Passagier-Schicksale, klebrige Orchestermusik … Aber nicht wenn der Regisseur Clint Eastwood und sein Hauptdarsteller Tom Hanks heißen. Mit ruhiger Hand inszeniert, spannend, obwohl man genau weiß, was passiert, und berührend. Vielleicht tut Clint Eastwood uns den Gefallen und lebt noch ein paar Jahre? Und dreht noch ein paar Filme? Das wäre wirklich nett von ihm.

Ocean’s Eleven (Netflix)

Den kennt ihr natürlich alle schon, da muss ich euch nichts drüber erzählen. Ich hab ihn auch schon mindestens fünf Mal gesehen. Aber jetzt zum ersten Mal zusammen mit den Kindern. Das ist das Schöne, wenn die Kinder größer werden, man kann alle guten Filme nochmal mit ihnen zum ersten Mal ansehen. Also, Fazit: Der Film ist cool. Alle in dem Film sind cool. Der Film definiert Coolness ganz neu. In Verbindung mit Charme und Leichtigkeit und Witz. Toll. Immer noch.

Prisoners (Netflix)

In diesem Film passiert das Schlimmste, was Eltern passieren kann: Die beiden Kinder eines befreundeten Ehepaares verschwinden. Eben haben sie noch auf der Straße gespielt, dann sind sie weg. Es ist der ultimative Alptraum. Tolle Schauspieler (Jake Gyllenhaal, Hugh Jackman), eine phantastisch bedrückende Stimmung und eine Handlung, die immer morbidere Details offenbart. Kein Wunder bei dem Regisseur: Denis Villeneuve hat auch in Sicario und jüngst im viel gelobten Arrival Regie geführt.

Moon (Amazon)

Ein Kammerspiel auf dem Mond. Das Setting kennt man ja und es ist immer wieder interessant: Einsamkeit im Weltraum. Von Stanley Kubricks 2001 bis Ridley Scotts Marsianer ist es erstaunlich unterhaltsam, Menschen beim Alleinsein in den unendlichen Weiten zuzuschauen. So auch in diesem britischen Film von 2009, der auf teure Tricktechnik weitgehend verzichtet und Spannung ganz klassisch durch Mehrdeutigkeit erzeugt: Irgendetwas stimmt da nicht auf der Mondstation, auf der ein Astronaut und ein Computer (der ein bisschen wie die kleine Schwester von HAL 9000 wirkt) die Tage bis zur Heimkehr auf die Erde zählen. Später, als klar ist, was genau da nicht stimmt, gelingt es dem Film, ganz unkitischig große Themen anzuschneiden: Sehnsucht, Heimweh, Liebe, Menschlichkeit. Ein Film für diese Tage, könnte man sagen.

Hier findet ihr mehr großartige Tipps zu Serien, Filmen und Büchern.

Bildnachweis Star Wars: Rogue One: A Star Wars Story. Stormtroopers. Ph: Jonathan Olley. © 2016 Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved. 

Bildnachweis Sully: louisvolant Airbus 320 Hudson River New York 1 via photopin (license)

2 Gedanken zu “Die letzten fünf Filme: von Sternenkrieg bis Casinoraub

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