Masern in Bayern

2016 war ein mieses Jahr mit lauter schlechten Nachrichten? Stimmt natürlich nicht. Wir haben die guten Nachrichten nur übersehen oder vergessen. Damit uns das 2017 nicht wieder passiert, präsentiere ich hier im Blog ab sofort: gute Nachrichten …

Beginnen wir diese kleine Serie doch mit der Entwicklung der Masern-Infektionen in Bayern. Die war nämlich zuletzt auf dem niedrigsten Stand seit Jahren. Nur 33 Menschen waren 2016 in Bayern mit Masern infiziert, nach 164 im Vorjahr. Vor 15 Jahren lagen die Zahlen der Masern-Patienten sogar im vierstelligen Bereich:

Das sind allemal gute Nachrichten, denn Masern bedeuten: Fieber, Bindehautentzündung, Schnupfen, Husten und Immunschwäche, die bakterielle Zweitinfektionen wie Lungenentzündungen, Mittelohrentzündungen und Durchfälle begünstigt. Masern können ernsthafte Komplikation auslösen, etwa die Masern-Gehirnentzündung. Als Spätfolge der Masern kann noch Jahre nach der Infektion eine fortschreitende Enzephalitis (SSPE) auftreten, die immer tödlich endet.

Doch es gibt noch viel zu tun. Um die Masern in Deutschland endgültig auszurotten, müsste viel konsequenter geimpft werden. Nur rund 70 Prozent der Zweijährigen haben einen kompletten Impfschutz. Und natürlich gibt es immer wieder Verrückte internetinformierte besorgte Eltern zum Beispiel in Berlin, die ihre kleinen Lieblinge lieber nicht impfen.

Aber halt, wir sind hier bei den guten Nachrichten. Und alles in allem zeigt sich die moderne Medizin im Kampf gegen die Masern von ihrer besten Seite. Weltweit gab es 1980 noch rund 4 Millionen Masern-Infektionen, 2015 waren es weniger als 200.000:

Und so kann man mit den Wissenschafts-Redakteuren der ZEIT sagen: „Die Erfolge von Impfstoffen sind beispiellos. Kaum etwas hat den medizinischen Fortschritt im 20. Jahrhundert derart mitgeprägt. Nur der Zugang zu sauberem Wasser hat global gesehen im vergangenen Jahrhundert einen größeren Einfluss im Kampf gegen Infektionskrankheiten gehabt.“

Quellen:

Noch mehr gute Nachrichten.

4 Gedanken zu “Masern in Bayern

  1. Hey,

    danke, für diese guten Nachrichten. Leider kenn ich auch persönlich Leute, die ihre Kinder nicht impfen lassen wollen, weil das zu viele Nebenwirkungen hervorruft. Aber das ist ein anderes Thema.

    Ich freue mich, auf weitere gute Nachrichten von dir!

    Lg Mel

    Gefällt 1 Person

  2. … „gute Nachrichten“ dann aber in einem gesellschaftlichen Kontext und nicht in einem persönlichen ? Wird kein leichtes Jahr für so ein Vorhaben …

    Gefällt mir

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