Die letzten fünf Filme: Weltraum, fern und nah

In die unendlichen Weiten des Weltraums führten mich die letzten Filme, die ich mir angesehen habe. Außerdem: in eine Welt an der Schwelle zum digitalen Zeitalter und zu einer tapferen Frau in Massachusetts …

Passengers

Der Film ist optisch eine Offenbarung. Selten ein so himmlisch schönes Raumschiff wie dieses namens Avalon gesehen, in dem sich aber mal richtig talentierte Innenarchitekten austoben durften. Das maximale Gegenteil von rostiger Nostromo-Nostalgie. Und das Ganze in allerbestem 3D. Wirklich umwerfend: Wie Jennifer Lawrence in einem Swimming Pool auf dem Raumschiff ihre Bahnen zieht – und dann die Schwerkraft aussetzt. Aber coole Optik reicht nicht. Zum Glück hat der Film auch eine spannende Ausgangs-Konstellation: Was passiert, wenn man auf der Reise durchs All 90 Jahre zu früh aus dem Hyperschlaf aufwacht, keine Chance hat, wieder einzuschlafen und das Ziel jemals zu erreichen – und das ganz alleine? Das passiert Chris Pratt, und ich verzichte hier auf jeden Spoiler, wie besagte Jennifer ins Spiel kommt und wie es mit den beiden weitergeht. Nur so viel: Die Chemie zwischen den beiden stimmt, was dem Kammerspiel auf der Avalon ebenfalls gut tut. Und das Ganze ist, auch wenn der Trailer was anderes andeutet, alles andere als ein Actionfilm.

Avatar

avatarWir bleiben im Weltraum. Immer noch ein doller Film. Kennt ihr alle, oder? Hab ich damals im Kino gesehen und bin fast in Ohnmacht gefallen, weil das 3D so abgefahren cool war. Mit Avatar begann, glaube ich, die große 3D-Welle, und viele Produzenten dachten, 3D reiche völlig, gute Drehbücher seien verzichtbarer Luxus, Hauptsache 3D. Wie auch immer. Avatar war und ist ein Hammer: eine tolle Story, eine freundliche Botschaft, eine Wahnsinns-Welt, dieses Pandora, und 3D vom Feinsten.

Apollo 13

Apropos Weltraum, diesmal nicht ganz so weit weg: Noch so ein wunderbarer Film, den ich jetzt nochmal angeschaut habe, damit meine Kinder ihn zum ersten Mal zu sehen bekommen. Und wie Sully ein Film, bei dem man genau weiß, was passiert und wie er ausgeht (zumindest wenn man sich ein winziges bisschen für Geschichte und Raumfahrt interessiert), und der trotzdem extrem spannend ist. Toll inszeniert, jede Menge hervorragende Schauspieler, feine Tricktechnik – all das führt uns über 40 Jahre in die Vergangenheit zu einer faszinierenden Mond- und Rettungsmission, die gerade nochmal gut gegangen ist.

Sneakers – Die Lautlosen

Und noch ein Film aus der Reihe „Wollte ich gerne mal meinen Kindern zeigen“. Eine charmante Agenten- und Einbrechergeschichte. Mit Robert Redford, Ben Kingsley, Sidney Poitier, Dan Aykroyd und River Phoenix (ja, da lebte er noch) toll besetzt. Der eigentliche Knaller an diesem Film von 1992 ist aus heutiger Sicht aber die Technik. Die Welt steht an der Schwelle zum digitalen Zeitalter und staunt noch sehr analog, was da auf sie zukommt: ein mächtiger Entschlüsselungscode auf einem klobigen Röhrenmonitor; ein Spracherkennungssystem, das mit einer Tonbandaufnahme überlistet wird; Datenübertragung mittels Telefonhörer und Akustikkoppler. Hach! Und dann sagt da Cosmo zu seinem Ex-Freund Marty diese visionären Wahnsinns-Worte in einem Film, der 25 Jahre alt ist: „Da draußen tobt ein Krieg, alter Freund! Ein Weltkrieg! Und es geht nicht darum, wer die meiste Munition hat. Es geht darum: Wer kontrolliert die Informationen? Was wir sehen und hören … Wie wir arbeiten … Was wir denken … Es geht nur um die Informationen!“

Betty Anne Waters

Ein Film über Familienbande, über ein Verbrechen und einen Justizirrtum, über eine Frau, die nicht locker lässt und ihr halbes Leben dafür opfert, die Unschuld ihres Bruders zu beweisen. Klingt dramatisch und ein bisschen melodramatisch, ist es auch. Dass der Film sehenswert ist, verdankt er vor allem seiner Hauptdarstellerin Hillary Swank, die ein wenig auf den Spuren von Julia Roberts als Erin Brockovich wandelt, nur dass es nicht um einen Umweltskandal, sondern um ein persönliches Schicksal geht. Beide Filme basieren übrigens auf einer wahren Begebenheit.

Bildnachweis: Passengers: Aurora (Jennifer Lawrence) in Sony Pictures‘ Passengers. © 2016 Sony Pictures Releasing GmbH; Avatar: OfficialAvatarMovie auf flickr 

Ein Gedanke zu “Die letzten fünf Filme: Weltraum, fern und nah

  1. Apollo 13
    Habe selber Apollo 13 noch live miterlebt. Ca. 6 Tage bangten die Menschen rund um die Welt, ob die Rettungsmission glücken würde. Der Film dürfte das wahre Geschehen ziemlich realitätsgenau beschreiben. Apollo 13 war eine technische Meisterleistung!

    Sneakers – Die Lautlosen
    Robert Redford, wie immer, ein exzellenter Schauspieler.
    Wie recht doch Cosmo hatte. Gerade heute bewahrheitet sich das immer wieder.

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