Enteneintopf mit einem Hauch von Curry nach Wolfram Siebeck

Puh, Ente. Klingt für mich nach Profi-Küche. Ist aber in diesem Fall ganz einfach …

Ente aus dem Schmortopf – ich wüsste nicht, was daran verwerflich sein sollte, aber Wolfram Siebeck will in seinem Rezept „klarstellen, dass ich kein kritikloser Befürworter der leckeren Deftigkeit bin – in der Theorie“. Doch die Klarstellung zur Klarstellung folgt sofort: „In der Praxis allerdings schmeckt mir das Zeug verteufelt gut“.

EEE – Einfacher Enten-Eintopf

Mir auch, darf ich jetzt schon verraten, und der Enteneintopf braucht zwar Zeit, ist aber erstaunlich einfach zu kochen. Das hier wird für vier Personen benötigt:

  • 4 Entenkeulen
  • 1/2 l Entenfond
  • 600 g fest kochende Kartoffeln
  • 600 g Karotten
  • 200 g Knollensellerie
  • Öl, Salz, Pfeffer und Curry

ente-karotte-curry

Den Entenfond produziert Siebert natürlich wieder selbst* aus Überbleibseln vorangegangener Enten-Gerichte. Da bei mir aber keine Überbleibsel existieren, erlaube ich mir zum Fond aus dem Glas im gut sortierten Supermarkt zu greifen.

Schnibbeln, braten, schmoren

Das ganze Gemüse schälen und in nicht zu kleine Stücke schnibbeln. Die Entenkeulen gut salzen und in einer Pfanne anbranten, und zwar auf der Hautseite ordentlich und auf der Fleischseite ein bisschen.

ente-gebraten

Jetzt einen Bräter nehmen, in den alles schön reinpasst. Unten Gemüse rein und salzen, die angebratenen Entenkeulen mit der Hautseite nach oben darauflegen, restliches Gemüse oben drauf und Entenfond dazu gießen. Mit Pfeffer und Curry würzen. „Ein Hauch von Curry, mehr nicht“, schreibt Siebeck.

Dann kommt das Ganze für 15 Minuten bei 200 Grad in den vorgeheizten Ofen, bis der Topf schön heiß ist, dann runterdrehen und bei 150 Grad 2 Stunden lang weiterschmoren.

Niedrigtemperatur-Ente

Das Ergebnis schmeckt wirklich gut. Das Gemüse ist weich, aber nicht latschig und hat sich schön mit dem Geschmack des Fonds verbunden. Die Ente ist durch das Garen bei niedriger Temperatur schön saftig geblieben. Und weil man die Haut abziehen und nicht mitessen sollte (sie ist halt beim Schoren weich geworden und nicht knusprig), hält sich der Kaloriengehalt des ganzen Vergnügens in Grenzen (falls das für irgendwen von Bedeutung sein sollte).

*Wer den Fond selbst machen will: Enten-Reste mit Lauch, Karotte, Zwiebel, Knoblauch und Lorbeer drei Stunden lang kochen, durchsieben, auf 1/2 l reduzieren, über Nacht in den Kühlschrank, am nächsten Tag Fettschicht abkratzen, fertig.

60 Rezepte aus Siebecks Kochschule

Siebecks KochschuleDieses und viele weitere schöne Rezepte finden sich in Wolfram Siebecks Kochschule für Anfänger, Der Feinschmecker Bookazine Nr. 1, im Buchhandel für lächerliche 9,95 Euro erhältlich.

Und hier gibt’s weitere Siebeck-Rezepte im Blog.

Ein Gedanke zu “Enteneintopf mit einem Hauch von Curry nach Wolfram Siebeck

  1. Was? Ente ohne Haut? Da hört der Spaß aber auf. Kann man Keulen nicht zum Ende hin mit ein bisschen Oberhitze knusprig machen? Oder falls man Angst um die zarten Keulen hat, die abgezogene Haut überbacken und wieder draufdekorieren? Ansonsten klingt alles lecker.

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