Rotbarsch auf Grenobler Art nach Wolfram Siebeck

Das zweite Rotbarsch-Rezept nach Wolfram Siebeck in dieser kleinen Serie zeichnet sich wieder mal durch zweierlei aus: Es ist ganz einfach und das Ergebnis schmeckt ganz großartig …

Nach Rotbarsch mit Curryreis gibt es heute also den Rotbarsch Grenobler Art. Nach dieser Grenobler Art kann man alle möglichen Fische zubereiten und sie besteht immer aus der heiligen Dreifaltigkeit von Butter, Zitrone und Kapern. Für vier Personen brauchen wir laut Siebecks Rezept:

  • 600 g Rotbarschfilet
  • 4 kleine Zitronen (oder deutlich weniger, wenn ihr mich fragt)
  • 160 g Butter
  • 4 Essl. Kapern
  • Salzkartoffeln
  • Salz

Zauberhafte Aromen-Kombination

Die Zutaten verraten schon einiges: Es sind nur wenige, der Zauber liegt in der vergleichsweise einfachen Aromen-Kombination. (Ich halte es da wie bei Cocktails: Die kunterbunten mit allerlei Mischmasch mag ich deutlich weniger als die einfachen mit zwei, drei Zutaten und einem entsprechend abgestimmten Aromenspiel.) Die frische Säure von Zitrone und Kapern macht das Ganze zum perfekten Sommeressen. Die phantastische Menge an Butter als Geschmacksträger macht aber auch deutlich, dass es sich nur scheinbar um eine leichte Sommerküche handelt. Der Fisch schwimmt zwar nicht mehr im Wasser, dafür aber in einer gehaltvollen Buttersauce, deren natürlicher Verbündeter die einfache Salzkartoffel ist.

Und so geht’s: Fisch in dicke Würfel schneiden und mit Zitronensaft beträufeln. Weitere Zitronen schälen und in kleine Stücke schneiden. Butter in einer Pfanne heiß werden lassen, Fisch, Kapern und Zitrone rein und einige Minuten ziehen lassen (ohne echtes Anbraten), so dass der Fisch außen weiß, aber innen noch glasig und saftig ist. Und fertig. Ohne weiteren Verzug mit Kartoffeln servieren.

Noch ein Wort zur Zitrone: Wie schon beim Curryreis-Rotbarsch geschrieben bin ich mit Zitrone gerne zurückhaltend. Siebeck nimmt für meinen Geschmack zu viel Zitrone, ich reduziere das deutlich. Tatsächlich habe ich für fünf Personen gekocht und nur eine Zitrone genommen, deren Fleisch ich in die Sauce geschnibbelt habe. Es hätten auch zwei sein können, aber dann ist’s für mein Empfinden genug. Da meiner Sauce mit nur einer Zitrone ein bisschen Säure fehlte, kommt jetzt der absolute Experten-Geheimtipp, auf den ihr alleine nie kommen würdet: Einfach noch einen Schluck vom Weißwein in die Sauce, den ihr sowieso zum Essen trinken wolltet und solltet. Bei mir war das ein wunderbarer Riesling aus der Pfalz.

60 Rezepte aus Siebecks Kochschule

Siebecks KochschuleDieses und viele weitere schöne Rezepte finden sich in Wolfram Siebecks Kochschule für Anfänger, Der Feinschmecker Bookazine Nr. 1, im Buchhandel für lächerliche 9,95 Euro erhältlich.

Und hier gibt es weitere Siebeck-Rezepte aus meiner Sonntagsküche.

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