Erfreuliches im Februar 2019

Im Februar war unter anderem Zeit für ein grandioses Debakel, witzige, verstörende, schamlose Serien und einige ziemlich kalorienreiche Koch-Experimente …

FYRE: The greatest party that never happened

Eine faszinierende Dokumentation über das FYRE Festival, ein Musikfestival, das auf den Bahamas stattfinden sollte und in einem kompletten Debakel endete. Man lernt einiges über die kriminelle Energie eines jungen Mannes (auf dem Bild oben zu sehen) und sieht fassungslos zu, wie er Investoren und Mitarbeiter am Ring durch die Manege zieht; über Influencer, die die Lawine erst ins Rollen bringen, wofür sie irrsinnig viel Geld bekommen; über Reiche und Schöne, die eine Marketing-Seifenblase teuer bezahlen; und über Arbeiter und einfache Leute auf den Bahamas, die für nichts geschuftet und von einem reichen Schnösel aus New York einfach ausgenutzt wurden. Fazit: „Das Ganze ist an Dekadenz und Dummheit nicht zu überbieten.“ (Olli Schulz im Lieblings-Podcast „Fest und flauschig“) (Gesehen bei Netflix)

Matrjoschka

Und täglich grüßt das Murmeltier – nur deutlich abgefahrener. Eine New Yorker Programmiererin von Videospielen erlebt immer wieder denselben Tag bzw. dieselbe Nacht, die immer wieder mit ihrem Tod in zahlreichen Varianten endet. Als würde sie im Level eines Videospiels feststecken. Bald stößt sie auf einen Leidensgenossen, dem ähnliches widerfährt. Und was anfangs als witziges Thema mit Variationen beginnt, wird zunehmend verstörend. Ob auch das Ende verstörend oder versöhnlich ist, wird hier natürlich nicht verraten – es lohnt jedenfalls, die kurze Serie (die Folgen dauern jeweils nur 26 Minuten) bis zum Ende anzuschauen. (Gesehen bei Netflix)

Shameless Staffel 1

Eine nicht ganz neue Serie (seit 2011 produziert), der ich mich dank einer Empfehlung jetzt widme. Sex, Drugs und Rock’n Roll verpackt in eine turbulente Familiengeschichte. Skurril, politisch unkorrekt, schamlos und sehr unterhaltsam. Genau mein Humor. (Gesehen bei Amazon)

This Is Us Staffel 2

Über die erste Staffel schrieb ich hier im Blog: „Nach jeder Folge ist man ein bisschen euphorisiert und ein bisschen traurig. Eine Serie, die ans Herz geht, ohne kitschig zu sein – das hat Seltenheitswert.“ Das gilt auch für die zweite Staffel, in der die Familiengeschichte auf mehreren Zeitebenen weitererzählt wird … Mit der kleinen Einschränkung, dass man das eigentlich auch alles schon in Staffel 1 hätte zu Ende erzählen können. Immer noch sehenswert, aber eher eine Kopie von Staffel 1, ohne wirklich Neues hinzuzufügen. (Gesehen bei Amazon)

Peaky Blinders Staffel 1

Hab ich schon mal gesehen, schaute ich jetzt ein zweites Mal an, weil ich sonst die folgenden Staffeln nicht mehr verstehe. Birmingham vor exakt 100 Jahren. Eine Bande betreibt illegale Wett- und Waffengeschäfte, ein von Churchill entsandter Cop jagt sie. Den vermeintlich bösen Verbrechern gehört die Sympathie des Zuschauers, weil der vermeintlich gute Cop (wunderbar: Sam Neill) noch böser ist. Sehenswert. (Gesehen bei Netflix)

David Sedaris: Nackt

Der amerikanische Autor erzählt in Episoden über Kindheit, Jugend und Leben in New York – letztlich bin ich auch über den New York-Trip letzten Herbst auf das Buch gestoßen. In Teilen ist das ziemlich skurril und witzig, die Übersetzung von Harry Rowohlt hat daran sicher einen ordentlichen Anteil. In Teilen aber auch leider nicht, da zieht sich das Ganze ziemlich hin, sodass ich zwischendurch zum beschleunigten Weiterblättern übergegangen bin. Insgesamt hatte ich mir mehr erwartet.

Amerikanisches Frühstück

Amerikanisches FrühstückAls wir letztes Jahr in New York waren, war das ein großes Vergnügen, nicht zuletzt auch wegen der schönen Frühstücke, die wir uns gegönnt haben. Diese Erlebnisse habe ich im Februar nochmal in einer üppigen Sonntags-Kreation zusammengefasst. Es gab Pancakes mit Ahornsirup, Bacon & Eggs und Bagel mit Lachs und Frischkäse. Hinterher waren alle satt und glücklich. (Beim Recherchieren zum Einkaufen habe ich übrigens gelernt, dass Ahornsirup immer noch ganz klassisch aus dem Pflanzensaft kanadischer Ahornbäume gewonnen wird; ein Baum produziert in zwei Wochen ca. 30 bis 50 Liter Saft, der zu einem Liter Sirup eingekocht wird.)

Bifteki

BiftekiFast die einzige Sendung, die wir noch im linearen Fernsehen ansehen (wenn auch nicht linear, sondern hinterher in der Mediathek) ist „Mein Lokal, Dein Lokal“ auf Kabel 1. Dort besuchen und bekochen sich ein paar Gastronomen gegenseitig und bewerten sich gegenseitig, begleitet von einem Sternekoch, der das Ganze sachkundig und launig kommentiert. Jedenfalls produzierte in einer der Sendungen ein Grieche ein (nicht besonders gutes) Bifteki, also sozusagen eine Bulette mit Schafskäse, und ich dachte: Das probierst du auch mal. Gesagt getan: Es war sehr würzig, saftig und saulecker. Quelle: Internet.

Süßkartoffel-Bratkartoffel

Bratkartoffeln aus SüßkartoffelnGut, das war offenbar ein eher kalorienreicher Monat. Ich schlenderte so durch den Supermarkt, sah dort ein paar schöne Süßkartoffeln liegen und beschloss, sie mal zu Bratkartoffeln zu verarbeiten. Das war eine gute Idee! Ich mag diese Süß-Salzig-Kombination. Produziert habe ich sie wie meine „normalen“ Bratkartoffeln auch: Rohe Kartoffeln in kleine Würfel schneiden, in einer Pfanne mit Öl scharf anbraten und würzen, dann Deckel drauf und bei mittlerer Hitze ziehen lassen (ab und zu umrühren). Wenn nach ca. 10 Minuten die Kartoffeln durch sind: Deckel runter, nochmal Hitze rauffahren und mit einem Stück Butter die letzte Röstung geben.

 

Bildnachweis: Netflix

Ein Gedanke zu “Erfreuliches im Februar 2019

  1. Der Februar ist allgemein ein sehr kalorienreicher Monat, denn schon die Karnevalszeit bietet Muzen, Berliner, Alkohol und Co. an. Da bleibt es nicht aus, dass mehr Kalorien als gewohnt vertilgt werden.

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