Japan: Genuss und Gastfreundschaft

Eine Dienstreise führte mich erstmalig nach Japan. Und das nur wenige Wochen, nachdem wir in Singapur waren. (Vorher war ich noch nie in Asien.) Es war einfach großartig …

Die Reise führte von Frankfurt nach Tokio, wo wir Zeit hatten, die Ausmaße der Stadt zu erahnen: zuerst bei einer Busfahrt, dann von einem gewaltigen Aussichtsturm aus. Tokio ist ein einziges riesiges Häusermeer. 13 Millionen Japaner wohnen hier, und nimmt man die Städte in der Peripherie Tokios dazu, wo Häusermeer nahtlos in Häusermeer übergeht, kommen wir auf 34 Millionen Einwohner in dieser Metropolregion. Das ist fast halb Deutschland.

Die ersten Tage waren wir zu Besuch bei unseren japanischen Partnern und Freunden von TKC, eine Firma, die in Japan ganz ähnliches tut wie DATEV in Deutschland. Zwei Tage gefüllt mit Vorträgen gaben reichlich Stoff zum Nachdenken (aber wenig Motive zum Fotografieren).

Die folgenden Tage durften wir einen Teil Japans besichtigen. Mit dem Shinkansen fuhren wir zunächst an die Nordküste Japans nach Kanazawa. Und ja, alles was ihr über diesen Schnellzug gehört hat, stimmt. Er ist schnell, pünktlich zuverlässig und sauber. Keine geänderte Wagenreihung, kein Sitzen auf dem Gang wegen Überfüllung, kein „Komm ich heut nicht, komm ich morgen“. Das hat mehrere Gründe, unter anderem den, dass der Shinkansen auf einer eigenen Trasse fährt, ohne dabei auf Güter- und Bummelzüge Rücksicht nehmen zu müssen. Das stand übrigens in Deutschland vor Jahrzehnten auch mal zur Debatte, man hat sich damals aber dagegen entschieden. Zu teuer und so …

Von Kanazawa aus führte der Weg in die Berge nach Nagano und Karuizawa. Kühler als in Tokio war hier die Kirschblüte freundlicherweise noch nicht beendet. Wir sahen Tempel, Vulkane und Wasserfälle in einer wahrlich beeindruckenden Landschaft.

Was mich neben den vielen interessanten kulturellen und landschaftlichen Impressionen am meisten beeindruckt hat, war die herzliche Gastfreundschaft der Japaner, besser gesagt: unserer Begleiter von TKC. Nehmt einfach das, was ihr für Gastfreundschaft in Deutschland haltet, und packt nochmal das Doppelte oben drauf. Von der Tour durchs Land bis zum nächtlichen Absacker an der Hotelbar (oder im Hotelzimmer mit sämtlichen geplündertem Minibars in der Umgebung, nachdem die Hotelbar geschlossen hatte): Immer waren wir nicht nur begleitet, sondern geradezu behütet und umsorgt mit einer unfassbaren Aufmerksamkeit auch für Details. Da wurden aus Bekannten schnell Freunde.

Was mich ebenfalls beeindruckt hat: das sensationelle japanische Essen, das uns kredenzt wurde (und ich bin in Sachen gutes Essen nicht so leicht zu beeidrucken). Was hier an Fleisch und Fisch auf den Tisch kommt, spielt in einer eigenen Liga. Und durch die Zubereitung wird stets Wert darauf gelegt, die erstklassigen Lebensmittel in den Mittelpunkt zu rücken. Etwa beim Teppanyaki, dem Braten direkt am Tisch, beim japanischen Barbecue oder beim Shabu shabu, einer Art Fondue mit Brühe.

Danke an alle, die an dieser Reise mitgewirkt und diese Erlebnisse möglich gemacht haben. Ich komme wieder, keine Frage!

3 Gedanken zu “Japan: Genuss und Gastfreundschaft

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