Anekdote vs. Evidenz

Ein Problem dieser elenden Corona-Pandemie ist, dass die Gefahr abstrakt ist. Es gibt einen Widerspruch zwischen persönlichem Erleben und wissenschaftlicher Erkenntnis – und damit tun wir uns schon immer schwer …

Denn was wir persönlich von Corona mitbekommen, ist … nichts. Ich persönlich kenne (zum Glück) niemanden, der an Corona gestorben ist, und niemanden, den es schwer getroffen hätte. Ich kenne Menschen, bei denen es einen milden Verlauf gab. Ich hatte in den letzten Monaten kein einziges Erlebnis, das die harten Maßnahmen zum Infektionsschutz und die Einschränkung unserer Freiheit rechtfertigen würde.

Eine mögliche Reaktion auf diesen Widerspruch ist, in Menschenmengen ohne Masken und Abstand gegen die böse Regierung zu demonstrieren und sich mit Sophie Scholl zu vergleichen. Alles Lüge, alles Panikmache, alles Diktatur! Es ist doch offensichtlich, dass es keine große Gefahr gibt! „Nicht gefährlicher als die Grippe“, ist das Mantra der Corona-Leugner, weil sie es so und nicht anders erleben.

Der Rest der Bevölkerung, der die Maßnahmen gegen Corona akzeptiert – und es ist zum Glück die große Mehrheit -, berücksichtigt neben dem persönlichen Erleben eine weitere Informationsebene: die Statistik. Es gibt eine große Menge an verfügbaren Zahlen, Daten und Fakten, sie werden regelmäßig berichtet, übersichtlich aufbereitet und verständlich von Experten erklärt. Und sie sind eindeutig, was die Gefährlichkeit des Virus angeht, die Infektions-Sterblichkeit und die schweren Krankheitsverläufe.

Das Problem des persönlichen Erlebens

Diese sehr unterschiedliche Bewertung der gegenwärtigen Lage der Nation hat ihre Ursache darin, wie gut wir zwischen Anekdote und Evidenz unterscheiden können (oder mit anderer Begrifflichkeit: zwischen anekdotischer und statistischer Evidenz); wie gut wir uns Folgendes klar machen können: Das, was wir persönlich erleben, hat zunächst keine Bedeutung über das persönliche Erlebnis hinaus. Es ist eine Anekdote, die wir nicht ohne Weiteres verallgemeinern können.

Das klingt trivial, ist aber tatsächlich ein Problem, dem wir öfter begegnen. Zwei Beispiele:

Erstens: Es gibt nicht wenige Menschen, die glauben an einen Einfluss des Monds auf ihr Leben. Sie planen ihren Friseur-Besuch nach den Mondphasen und meinen, sie würden bei Vollmond schlecht schlafen. Das ist reiner Aberglaube und hat seine Ursache in der Verwechslung von Korrelation und Kausalität: Einmal schlecht geschlafen, zum Fenster rausgeschaut, den Vollmond gesehen – fertig ist das Vorurteil, man könne bei Vollmond schlecht schlafen. 

Zweitens, wechseln wir in den Bereich der Medizin: Es gibt nicht wenige Menschen, die glauben, Homöopathie würde ihnen helfen. Man kann ihnen noch so viele Gründe liefern, warum Homöopathie gar nicht funktionieren kann … Man bekommt dann dennoch immer dasselbe zu hören: „Aber mir hat‘s geholfen.“ Auch hier liegt oft eine Verwechslung von Korrelation und Kausalität vor: Einmal Kopfschmerzen gehabt, einmal Globuli eingeworfen, nach einiger Zeit ging es besser – fertig ist das Vorurteil, die Globuli hätten gegen Kopfschmerzen geholfen. In Wahrheit hat sich der Körper selbst geheilt, wie er das so oft tut, und dass man nebenbei zufällig ein bisschen Zucker konsumiert hat, tat nichts zur Sache. (Und wenn‘s nicht die Selbstheilungskräfte waren, war‘s der Placebo-Effekt.)

In beiden Fällen ist es aus wissenschaftlicher Sicht sonnenklar und evident, dass weder Vollmond noch Globuli unser Leben positiv oder negativ beeinflussen. Mond und Zucker sind wurscht. Es gibt jede Menge Studien, die das belegen. Und dennoch ignorieren nicht wenige Menschen die statistische Evidenz und messen der Anekdote zu große Bedeutung bei.
Das ist im Fall des Monds egal, im Fall der Homöopathie ärgerlich und im Fall von Corona dramatisch. Denn die Evidenz zu ignorieren hat bei Corona Auswirkungen nicht nur auf einen selbst, sondern auf die Mitmenschen.

Was fangen wir nun mit diesen Erkenntnissen an?

Ein Narrativ im Kopf

Dabei hilft uns nochmal ein Schlenker zu einem anderen Beispiel. Denn nicht immer leugnen so viele die statistische Evidenz. Denken wir etwa an die Gefahr für Fahrradfahrer, die von abbiegenden LKW ausgeht. Ich persönlich kenne (zum Glück) niemanden, der von so einem abbiegenden LKW zermalmt wurde, ich habe so eine Situation noch nie mit ansehen müssen. Und dennoch habe ich einen Heiden-Respekt vor den Dingern, und ich kenne keinen Radfahrer, der ohne ein flaues Gefühl mit dem Fahrrad neben einem blinkenden 18-Tonner an der Ampel steht.

Warum triggert die Anekdote unser Handeln in diesem Fall weniger stark? Weil wir uns das Unglück vorstellen können, weil wir schreckliche Berichte darüber gelesen haben, weil es eine „sinnstiftende Erzählung“ gibt, die „Einfluss hat auf die Art, wie die Umwelt wahrgenommen wird“, wie Wikipedia das nennt; kurz: weil wir ein Narrativ im Kopf haben, vor allem wenn wir auf unserem wackeligen Fahrrad neben so einem LKW stehen.

Eine Lösung im Umgang mit Corona könnte daher darin bestehen, Narrative zu schaffen bzw. ihnen Reichweite zu verschaffen, und zwar für alle, denen reine Zahlen, Daten und Fakten nicht ausreichen, um ihr Verhalten anzupassen. Es ist kein Zufall, dass die dramatischen Bilder von Militärkonvois voller Särge in Norditalien im Frühjahr die Menschen in der Region viel vorsichtiger gemacht haben als anderswo. Es war ein Narrativ mit Bildern, die die Menschen getroffen haben. Es erzählte Corona-Geschichten grausam-anschaulich zu Ende, machte Schicksale sichtbar und verwandelte nackte Zahlen in das fühlbare Leid vieler Familien in der Region.

Nun ist das Letzte, was ich mir wünsche, dass Militärkonvois voller Särge durch unsere Straßen rollen und uns zur Vernunft bringen. Aber die traurigen Bilder und Geschichten dieser Pandemie existieren, wir müssen sie nur sichtbarer machen. Es sind Bilder und Geschichten zum Beispiel von Intensivstationen und aus Reha-Kliniken, von Ärzten, Pflegern und Patienten.

„Diese wahren Geschichten aus der echten Corona-Krise laufen an uns vorbei“, war kürzlich in einem Artikel zu lesen, und es stimmt: Wir lesen viel über die Auswirkungen von Corona auf Schüler, Gastronomen, Künstler (alles wichtig!) und besorgte Bürger, die neben Rechtsradikalen und bekloppten veganen Köchen gegen die Zumutungen der Regierung demonstrieren (gar nicht wichtig!); viel mehr als über diejenigen, die mit den medizinischen Folgen von Corona zu kämpfen haben.

Mir ist bewusst, dass diese Narrative durchaus schwierig sein können, man setzt sich leicht dem Vorwurf aus, Ängste zu schüren. Aber vielleicht fallen euch weitere Möglichkeiten ein, die Corona-Gefahr anschaulich und greifbar zu machen, ohne schwarz zu malen.

Alle nutzen Narrative

Und wem das zu unsachlich ist, wer doch lieber auf Statistik verweist, wer darin wiederum Panikmache wittert, dem sei gesagt: Alle nutzen Narrative in dieser Pandemie, auch die Verharmloser und Leugner. Der Lauteste von ihnen, der wirre Mann auf Abruf im Weißen Haus, ist zugleich der größte Geschichtenerzähler. Kaum hatte er seine Corona-Infektion überstanden, machte er Wahlkampf als „starker Mann“, dem Corona nichts anhaben konnte. Seine Erzählung lautete: So schlimm kann das mit dem Virus nicht sein, ihr müsst nur stark genug sein, dann könnt ihr es besiegen. Ein doppelt zynisches Narrativ, verleitet es doch die Anhänger zur Unvorsicht und unterstellt zugleich den Corona-Opfern, sie seien zu schwach gewesen. Zynisch, aber wirksam: 70 Millionen Amerikaner haben bekanntlich Trump gewählt – auch weil sie seinen Narrativen geglaubt haben.

Das Problem der fehlenden Anschaulichkeit ist übrigens generell ein Problem in einer wohlstandsgesättigten Gesellschaft, die Tod und Leid erfolgreich aus dem Alltag verbannt hat. Sie ist zum Beispiel auch ein Grund für die Impfmüdigkeit der Menschen. Auch hier spricht die Anekdote („Was wollt ihr denn? Ich sehe weit und breit keine Masern und erst recht keine schlimmen Folgen einer Masernerkrankung. Ich lass mich doch nicht gegen nichts impfen!“) gegen die Evidenz (Zahlen, Daten, Fakten zur Gefährlichkeit der Masern). Absurderweise führt der erfolgreiche evidenzbasierte Kampf gegen die Masern zu einer Stärkung der Anekdote und einer Schwächung der Evidenz – wir haben das hier schon einmal unter dem Begriff des Präventionsparadoxons verhandelt.

Wir brauchen also nicht nur für Corona, sondern auch in anderen Zusammenhängen Narrative, die helfen, Evidenz zu verstehen und zu akzeptieren; Bilder und Geschichten, die nackte Zahlen und abstrakte Informationen anschaulich machen.

Bildnachweis: Daniel Tafjord bei Unsplash

10 Gedanken zu “Anekdote vs. Evidenz

  1. Der Artikel folgt genau dem polarisierenden Narrativ, das mE der Sachlage eben gerade nicht gerecht wird, sondern sie irreführend verdreht und vereinfacht. Es ist eben NICHT so, dass hie die rationalen Wissenschaftler sich scharen und da die Leugner, Verschwörungstheoretiker usw. Die Fronten verlaufen quer durch beide Lager. Es gibt eine Menge seriöser Wissenschaftler, die überhaupt nicht einverstanden sind mit dem Narrativ vom hochgefährlichen Virus und der schlimmen Pandemie. Und schon gar nicht mit den Lockdown-Maßnahmen. Solche Leute nicht wahrzunehmen, sie zu diffamieren und mit Namenswitzen lächerlich zu machen – soll das vielleicht ein rationaler Diskurs sein? Und dann noch mit „anekdotischer Evidenz“ kommen! Wie oft mussten wir die Stories hören, sehen und lesen, wo eine Intensivschwester sinngemäß in die Kamera oder aufs Papier spricht: „Einen Tag auf der Intensivstation miterleben, dann möchte ich die ganzen Corona-Leugner mal hören“ usw. Das ist „anekdotische Evidenz“ pur und in ihrer dümmsten Form! Weist man dann darauf hin, dass das bedauerliche Schicksale sind, aber gottseidank zahlenmäßig keineswegs etwas Außergewöhnliches; dass die statistische Realität sagt, dass es überwiegend ältere Menschen mit Vorerkrankungen sind; dass in jedem Influenzawinter bisher mit Influenza und Lungenentzündungen absolut Vergleichbares passiert ist; dass die Sterberate für Corona nicht mal bei einem halben Prozent liegt – mit anderen Worten: mit einem Killer wie Ebola überhaupt nicht gleichsetzbar ist! -, gilt man als „gefühllos“. Aber auch das ist Wissenschaft. Die ist aber unerwünscht. Und so lässt sich der Spieß elegant umdrehen: Die am Narrativ von der Killerseuche festhalten, das sind doch die Mythengläubigen, die Unwissenschaftlichen. Um jeden Preis soll die Katastrophen-Saga aufrechterhalten werden – ich frage mich warum. Und es gibt eine sehr rationale, evidenzbasierte Kritik am Katastrophen-Narrativ, die unerwünscht ist und die sich zu eigen zu machen mit Rufschädigung verbunden ist. Wo sind jetzt hier die, die sich gegen rationale Erkenntnis abschotten?

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    • Ein Kommentar, der viele Fragen aufwirft.

      „Es gibt eine Menge seriöser Wissenschaftler, die überhaupt nicht einverstanden sind mit dem Narrativ vom hochgefährlichen Virus und der schlimmen Pandemie.“ Ja? Ich mag kaum nach Beispielen fragen in der Sorge, dass die üblichen Verdächtigen genannt werden. Im Großen und Ganzen gibt es wissenschaftlich wenig Dissens, wie das Virus und seine Gefährlichkeit einzuschätzen sind. Das als Narrativ zu bezeichnen, ist eine interessante Relativierung.

      Namenswitze? Was für Namenswitze? Bin mir nicht bewusst, dass ich einen gemacht hätte.

      Natürlich ist „ein Tag auf der Intensivstation“ anekdotische Evidenz, ich habe nichts anderes geschrieben. Ich würde mir nur nicht anmaßen, sie als „dumm“ zu bezeichnen.

      Am unerfreulichsten finde ich den erneuten Versuch, Corona auf eine Ebene mit der saisonalen Grippe zu heben: „dass in jedem Influenzawinter bisher mit Influenza und Lungenentzündungen absolut Vergleichbares passiert ist“ – das ist falsch, es sei denn man biegt sich die Wirklichkeit so zurecht, wie man sie haben will. Natürlich passierte in Influenzawintern mehr als bislang in Deutschland mit Corona passiert ist – weil es zahlreiche Maßnahmen gegen Corona gegeben hat. Der verharmlosende Vergleich mit Influenza hinkt an allen Ecken und Enden. Die Sterberate von Covid-19 ist etwa 20 mal so hoch wie die der Influenza. Ohne Gegenmaßnahmen führt das zu einer massiven Übersterblichkeit, da genügt ein Blick in die USA: 250.000 Corona-Tote vs. üblicherweise 30.000 bis 40.000 Grippe-Tote. Der Reigen der Zahlen ließe sich fortsetzen.

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    • Ich weiß nicht, ob Du den Beitrag wirklich verstanden hast. Nimm folgendes Zitat daraus: „Das, was wir persönlich erleben, hat zunächst keine Bedeutung über das persönliche Erlebnis hinaus. Es ist eine Anekdote, die wir nicht ohne Weiteres verallgemeinern können.“

      Du sprichst von einer „Menge seriöser Wissenschaftler“ – Tatsache ist, es ist die Minderheit, die Mehrheit der seriösen Wissenschaftler widerspricht diesen.

      „Solche Leute nicht wahrzunehmen“: sie werden wahrgenommen, sonst könnte man sie nicht zu denen abgrenzen, die das Gegenteil behaupten. Das macht diese Minderheit aber nicht automatisch wichtig, zumal sie seit Monaten die gleichen Argumente wiederholen und offensichtlich keinen Erkenntnisgewinn haben, obwohl so viel daran geforscht wird.

      Tatsächlich wäre es für viele Leugner der Pandemie gut, wenn Sie sich die Zustände in Systemen, die die Kontrolle verloren haben, in der Realität anschauen, damit sie erkennen, dass das kein erstrebenswerter Zustand sein kann. Das würde jedoch eine gewisse Empathie voraussetzen, die den meisten der Leugner abzugehen scheint. Vielleicht würde aber auch die Angst vor dieser Begegnung reichen, in sich zu gehen und sich zu fragen, was das bedeutet, wenn Menschen sterben müssen, die sich durch die Ignoranz anderer infiziert haben, oder die in Ausübung ihrer sozialen Tätigkeit als Pflegekraft oder medizinisches Personal – also weil sie anderen Menschen geholfen haben – an dem Virus (und nicht mit dem Virus) vor ihrer Zeit verstorben sind.

      Zum Vergleich von Influenza mit Covid-19 sage ich nichts. Wenn Du keine Statistiken lesen kannst, dann solltest Du sie auch nicht falsch zitieren. Nur kurz zu Ebola: im Gegensatz zu Covid-19 ist Ebola wesentlich langsamer. Das mag verrückt klingen, ist aber so: Covid-19 ist deshalb so hinterhältig, weil es eine asymptomatische Verbreitung gibt, die bis heute nicht erklärbar ist. Diese trägt dazu bei, dass sich das Virus so schnell verbreiten kann – weil man es nicht merkt (merkst Du was?). Wenn Du Dich mit Ebola infizierst, dann entwickelst Du so schnell Symptome, dass ein Leugnen kaum möglich wäre. Damit sinkt aber die Verbreitungsgeschwindigkeit. Schweden dachte ja auch, dass es sowas wie Herdenimmunität gäbe. Es hat sich nicht bestätigt. Wir wissen schon länger, was Schweden falsch gemacht hat (auch bei uns wird nicht alles richtig gemacht, das ist unbestritten). Und auch der nationale Epidemiologe hat es vor einiger Zeit eingestanden, falsch gelegen zu haben. Seit gestern wissen wir, dass sie von der ursprünglichen Strategie nun Stück für Stück abweichen. Die Realität holt jedes Land ein, das es nicht glauben möchte.

      Zum Glück sind die Stimmen derer, die uns glauben machen wollen, es sei alles gar nicht so schlimm, in einer extremen Minderheit. Auch wenn Sorgen und Nöte nicht klein geredet werden dürfen. Ich erkenne bei den meisten der uns Regierenden, dass sie versuchen eine Balance zu finden. Ich persönlich halte die gestern getroffenen Maßnahmen für nicht weitreichend genug. Frau Merkel und Herr Söder haben sich gestern mehr zurück gehalten, als zuletzt, aber sie wissen, dass es wieder zu wenig war. Die Zahlen in zwei Wochen werden ihnen vermutlich recht geben.

      In diesem Sinne wünsche ich Dir und Deiner Familie und Deinen Freunden, dass ihr gesund bleibt.

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  2. Lieber Christian,
    Dein Beitrag hat mal wieder meine Synapsen kollabieren lassen – im positiven Sinne.
    Zuerst fiel mir das Beispiel von dem Mann ein, der dauernd in die Hände klatscht und behauptet, er würde damit die Elefanten – die offensichtlich nicht präsent sind – vertreiben. Das ist ein bisschen so, wie die Evidenzgeschichte, nur anders rum. Und das ist genau das Problem: wie will man etwas beweisen, was nicht da ist? In Deiner subjektiven Wahrnehmung ist etwas nicht da (so, wie Du es schilderst). Du vertraust aber auf die wissenschaftliche Evidenz – und genau darum geht es: vertraue ich grundsätzlich der Wissenschaft, oder stelle ich sie aus irgendwelchen Gründen in Frage?
    Im jüngsten Rassismusstreit den Dieter Nuhr mit der Autorin eines Buches ausgetragen hat, wird deutlich, wo das Problem mit der Wisssenschaft liegt und warum so viele Menschen Trump trotzdem gewählt haben. Ich stimme Dieter Nuhr in dieser Sache und seiner These, insbesondere seiner ausführlichen Argumentation über Twitter, grundsätzlich zu (leider finde ich das gerade nicht mehr, kann also nur aus der Erinnerung „zitieren“). Er vertritt die These, dass die Liberalen und die Wissenschaftler für sich eine überhöhte Position einnehmen und alles, was nicht wissenschaftlich genug argumentiert, also weiche Faktoren – nicht gelten zu lassen. Damit hängt man einen großen Teil der Bevölkerung ab. (Nebenbei sei erwähnt, dass die Antwort auf diese These von der Autorin extrem lächerlich wirkte, als sie behauptete, „weiß“ sei eine Einstellung und nicht eine Hautfarbe – damit steige ich dann aus, denn das verwäscht dann wirklich alles. Aber das ist eine andere Diskussion.)
    Somit schließt sich der Kreis zu Deiner Frage, wie man Narrative schaffen kann, die helfen, Evidenz anzuerkennen. Ganz offensichtlich ist das ein schwierig Ding.
    Ich möchte auf ein Beispiel zurückkommen, das ich bereits einmal in einem eigenen Blog-Beitrag behandelt habe: es geht darum, Geschichten zu erzählen, aber auch Geschichten wiederholen bzw. weitererzählen zu können. In Kirchen sieht man häufig Geschichten in Bildern dargestellt (z. B. der Kreuzgang). Diese Bilder wurden gemalt und den Menschen, die nicht lesen konnten, erklärt / erzählt. Das Bild hilft, die Geschichte dahinter zu erinnern. Deshalb sprach man früher, wenn jemand „gebildet“ war, von jemanden, der in der Lage war, ein Bild zu erklären (auch wenn er nicht lesen und nicht schreiben konnte). Heute impliziert Bildung genau das Gegenteil, nämlich lesen und schreiben zu können (und anderes natürlich). Dass das aber nicht funktioniert, wenn man die „gemeinen“ Menschen erreichen möchte, sieht man sofort, wenn die Wissenschaft komplexe Sachverhalte zu erklären versucht. Entweder es ist kaum mehr verständlich, oder es muss soweit vereinfacht werden, dass es aus dem Mund der Wissenschaft nicht mehr glaubwürdig bzw. unvollständig klingt und sich die betreffende Person u. U. diskreditiert und angreifbar macht. Deshalb ist die Wissenschaft die schlechteste Botschafterin komplexer Sachverhalte (meine Meinung). Die Politik m. E. hat diese Aufgabe, die Geschichte zu erzählen. Ein Herr Trump erzählt ja auch nur Geschichten, die völlig haltlos sind – aber eben Geschichten, die der normale Mensch nunmal glaubt. In diesem Kontext ist es aber die Verantwortungslosigkeit des Lügners, sich nur um den eigenen Machterhalt und zu sorgen und alle negativen Folgen skrupellos in Kauf zu nehmen. Im Prinzip würde das also funktionieren, wenn gleichzeitig die Geschichte korrekt erzählt wird. Der politische Gegner wird das aber immer versuchen in Misskredit zu ziehen. Und da ist wohl das Ende des demokratischen Prozesses erreicht und die Anforderung, ein Narrativ zu schaffen, gescheitert.
    Will heißen: ich habe dafür auch keine Lösung – außer es gäbe einen wohlwollenden guten Diktator ;-)

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  3. Hallo Christian,
    danke für Deine Überlegungen und Fragen. In meiner Umgebung hatte ich genügend Beispiele von Infektionsverdacht, positivenTests, Erkrankungen und Quarantäne wie auch Todesfällen.
    Eine Geschichte aus Nürnberg, die mich sehr berührt hat, ist die von vier Freunden und Kartenspielern, die sich noch im März trafen. Drei von ihnen starben, auch Partnerinnen erkrankten, und der Vierte erzählte die Geschichte der ZEIT online, nacherzählt hier von den Nürnberger Nachrichten:
    https://www.nordbayern.de/region/ritual-seit-20-jahren-vier-freunde-infizieren-sich-beim-kartenspiel-mit-corona-nur-einer-uberlebt-1.10612124
    Gute Wünsche uns allen
    und viele Grüße
    Bernd

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  4. Vielen Dank für den klugen Beitrag. Ich halte es auch für ein großes Problem dass mehrheitlich und im Übermaß die „falschen“ (im Sinne von wenig zielführenden, da persönlich nicht zu beeinflussenden) Dinge im Vordergrund der Berichterstattung stehen.
    Es muss viele Menschen geben die damit leben müssen andere Menschen angesteckt zu haben, eine Situation die ich mir nicht vorstellen möchte. Hierzu habe ich in all den Monaten nicht einen Beitrag gelesen. Dazu kommt dass der Fokus auf die Todeszahlen problematisch ist. Ich kenne niemanden der sich von einer überstandenen Grippe nicht zügig erholt hätte. Corona bringt teils auch junge Menschen in den Rollstuhl, lässt den Geruchssinn verschwinden, schädigt dass Gehirn.

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  5. Kleine Anmerkung vorab: Ich hatte das mit den Namenswitzen allgemein geäußert, weil man zum Beispiel den Dr. Schiffmann als „Schwindelarzt“ verächtlich macht, aber Christian Buggisch hat das nicht getan. Entschuldigung.
    Zur Sache: Als ein Beispiel für die vielen Wissenschaftler und interdisziplinären Teams, die ich erwähnt habe, die man ernst nehmen sollte – was man aber schlichtweg nicht tut -, hier der Link zu einem beispielhaften Thesenpapier: https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/thesenpapier104.pdf
    Die Experten dort sagen es besser, als ich es könnte. Ich erlaube mir aber zu zitieren:

    „Ein Strategiewechsel ist unvermeidlich. Die gegenwärtig vorhandenen epidemiologischen
    Daten zur SARS-CoV-2/CoViD-19-Epidemie aus dem In- und Ausland sprechen
    gegenwärtig nicht mehr für eine Welle, die „gebrochen“ werden kann, sondern eher für ein
    kontinuierliches Ansteigen der Zahlen. Eine leichte Abflachung bzw. ein
    vorübergehender Abfall der Zahlen mag beobachtet werden, nur die Annahme, dass man
    während des Winters ein „Zurück“ auf Zahlen wie im August erreichen kann, entbehrt
    jeder Grundlage.
    In dieser Situation bedeutet die alleinige Betonung von Kontaktverboten bei fortwährender
    Missachtung des Schutzauftrages für die verletzlichen Bevölkerungsgruppen nichts
    anderes als die Gefahr, die Bevölkerung sehenden Auges in eine „kalte Herdenimmunität“
    zu führen. Es ist nicht auszuschließen, dass eine weitgehende Durchseuchung der
    Bevölkerung so rasch eintritt, dass selbst eine Impfung nicht mehr zu einem
    Trendwechsel beitragen kann.
    Aus diesem Grund wiederholt und verstärkt die Autorengruppe ihren Appell, den
    Grundsatz jeder Prävention, nämlich die Ergänzung allgemeiner Maßnahmen durch
    Zielgruppen-spezifische Maßnahmen, stärker zu berücksichtigen. Es bedarf hierzu
    eines zivilgesellschaftlichen Aufbruchs, der den Schutzgedanken in den Mittelpunkt stellt,
    die gesellschaftliche Innovationskraft fördert und die Bürgerinnen und Bürger nicht zum
    Adressaten von Aufforderungen zur passiven Kontaktminimierung degradiert. Dieser
    Aufbruch muss von der politischen Führung des Landes ausgehen.
    Jede Führung, jede Maßnahme zur Kontrolle einer Epidemie und jede
    Präventionsmaßnahme bedarf jedoch verlässlicher Zahlen und Grenzwerte, die zur
    Information und Steuerung eingesetzt werden. Diese Thematik steht daher im Mittelpunkt
    des vorliegenden Thesenpapiers 6.1 und wird inhaltlich vertieft sowie um innovative
    Elemente ergänzt (z.B. notification index und Hospitalisierungs-Index). Gegenwärtig sind
    wir wegen des fortwährenden Fehlens von Kohorten-Studien leider nicht einmal in der
    Lage, verlässlich Angaben zur Häufigkeit des Neu-Auftretens der SARS-CoV-2/CoViD-19-
    Infektion (sog. Inzidenz) zu machen (auch wenn das Robert-Koch-Institut diese
    Bezeichnung verwendet, siehe Begriff der „7-Tage-Inzidenz“). Es werden stattdessen
    unsystematisch gewonnene, Anlass-bezogene Testprävalenzen (Melderaten) verwendet,
    die über eine Woche akkumuliert werden, aus unterschiedlichen Stichproben stammen
    und weder zur Gesamtpopulation noch zur Dunkelziffer eine verwertbare Aussage
    machen.
    Zahlenwerte zur Steuerung sind unverzichtbar, dies soll nicht in Abrede gestellt werden.
    Allerdings wird zur Zeit so vorgegangen, dass die Testprävalenzen einfach auf die
    Gesamtbevölkerung oder Region umgerechnet werden, ohne über die Dunkelziffer in
    der nicht-getesteten Bevölkerung Rechenschaft abzulegen. Diese Vorgehensweise kann
    in keinem Fall zu verlässlichen quantitativen Maßen führen.“

    Soweit die Experten. Ob die selbstgerechten Besserwisser, die hier in manchen Kommentaren unterwegs sind, sich dadurch mal nachdenklich machen lassen, weiß ich nicht. Das Gebaren, mit dem hier Leuten übers Maul gefahren wird, die kritische Denkansätze verfolgen, ist jedenfalls erschreckend.
    Sie kommen mir vor wie Menschen, die in der Formulierung von Reiner Kunze: „.. ihr Gewissen/Mit eiserner Überzeugung beschlagen“ haben. Ich bedanke mich jedenfalls schon mal für den nächsten Shitstorm. Aber bitte erst loslegen, wenn ihr das Thesenpapier gelesen habt. PEACE.

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    • Servus Michael,
      es ist ja schon einmal schwierig, eine Diskussion zu führen, wenn man als „selbstgerechter Besserwisser“ tituliert wird, weil man den Äußerungen eines Kommentars widerspricht. Mir ist, ehrlich gesagt, nicht klar, auf was Du eigentlich hinaus willst. Es könnte schon helfen, wenn Du das mal verständlich machst. Das jetzt zitierte Thesenpapier deckt jedenfalls m. E. nicht Deine Aussagen im ersten Kommentar.
      Dein erster Kommentar unterstellt, dass Christians Beitrag polarisieren, und dass die Sachlage „irreführend verdreht und vereinfacht“ würde. Die Kernaussage des Blog-Beitrags ist fett hervorgehoben, und ich wiederhole mich gerne: versuche das mal zu verstehen.
      Das Thesenpapier habe ich nicht vollständig gelesen, aber die Botschaften und die Zusammenfassung und andere Teile habe ich gelesen. Wie der Name schon sagt: es sind Thesen. Die Autoren versuchen, in einem interdisziplinären Ansatz die politischen Steuerungsinstrumente anders zu definieren, als sie heute angewendet werden, weil die aktuellen vermeintlich nicht funktionieren bzw. mittel- bis langfristig Kontrollverlust bedeuten könnten. So weit so gut. Das ist aber eine unbewiesene Aussage, weil sie einen grundsätzlichen Aspekt außer acht lässt – und damit komme ich wieder auf
      meinen eigenen Kommentar zurück. Es mag die ideale wissenschaftliche Antwort auf die Pandemie geben – sie wird aber
      mit hoher Wahrscheinlichkeit politisch nicht durchsetzbar sein. Das ist meine These, weil wir im Frühjahr schon die Erfahrung gemacht haben, dass die Wissenschaft nicht die Geschichte auf eine Art erzählen kann, dass der Großteil der Bevölkerung sie versteht und akzeptiert, und weil dann wieder andere Wissenschaftler auf den Plan treten und diesen seriösen Wissenschaftlern widersprechen werden. Ergo: die Politik muss diese Geschichte verkaufen – und ich nehme mal an, dass Du mir mir einer Meinung bist, dass die Politik sich wissenschaftlich beraten lässt, und die Kanzlerin selbst als Naturwissenschaftlerin durchaus in der Lage sein dürfte, deren Ausführungen zu folgen (was man von vielen anderen kleinen Königinnen und Königen der Länder nicht unbedingt behaupten kann).
      Wie schwierig es ist, zeigen die Punkte 3 und 4 der Botschaften des Thesenpapiers. Ich zitiere mal:

      3. Die derzeit verwendeten Grenzwerte ergeben ein falsches Bild und können nicht zu Zwecken der Steuerung und für politische Entscheidungen dienen:
      Kennzahlen und Grenzwerte, die zur Steuerung verwendet werden, müssen nach den Erkenntnissen moderner Organisationstheorie und Systemsteuerung reliabel (zuverlässig), valide, transparent entwickelt und verständlich [sic!] sowie für die Betroffenen umsetzbar (erreichbar) sein. Bei den derzeitig verwendeten Grenzwerten […] fehlt in erster Linie die Zuverlässigkeit der Messung […], weil sie nicht das messen, was sie messen sollen. Weiterhin sind die Zielvorgaben […] unrealistisch und verletzen daher das zentrale Gebot der Erreichbarkeit.“

      Und dann:

      „4. Zwei neue Steuerungsinstrumente werden vorgeschlagen, die […] diesen fehleranfälligen Wert [(die Melderate)] jedoch durch andere Parameter aussagekräftiger machen. Der neu entwickelte notification index NI beschreibt die Dynamik der Entwicklung auf nationaler oder regionaler Ebene. Er setzt die Melderate (M „x Fälle/100.000 Einwohner“) und die Rate positiver Testbefunde (T+) zur Testhäufigkeit (Tn) und zu einem einfachen Heterogenitätsmarker (H) in Bezug und erlaubt es, den Bias z.B. durch die Testverfügbarkeit oder durch das Auftreten eines einzelnen großen Clusters auszugleichen. Der zweite Index (Hospitalisierungs-Index HI) beschreibt die Belastung des Gesundheitssystems in einer Region und berechnet sich als Produkt von NI und der Hospitalisierungsrate.“

      Ich nehme mal an, dass Botschaft 4 von 95% der Menschen nicht verstanden wird. Ist das jetzt wirklich „verständlich“ wie in Botschaft 3 gefordert?
      Ich möchte gar nicht ausschließen, dass dieser Ansatz u. U. besser funktionieren könnte. Aber zum einen stelle ich mir die Frage, weshalb die Autoren sich hier nicht mit dem RKI austauschen, wenn sie die bessere Idee haben, und zum anderen würde ich gerne wissen, ob und inwieweit die vorhandenen Mechanismen (Stichwort Personalauslastung, Geschwindigkeit bei der Datenübermittlung, Auslastung der Labore etc. pp.) in der Lage wären, die zugrunde liegenden Daten zu erheben, zu bearbeiten und die Indikatoren damit zuverlässig zu berechnen (Stichwort Digitalisierungsdefizite).

      Fakt ist: Lockdown reduziert die Inzidenz (das ist evident und logisch). Vergleichen wir die Kurven von Frankreich und Österreich mit der deutschen Kurve wird klar, dass wir in Deutschland gerade zu wenig Lockdown haben.

      Ich stütze nicht die These, dass durch die Anwendung der aktuellen Indikatoren ein Kontrollverlust eintreten wird, weil gleichzeitig die Strategie schon von Anfang an war, die Zeit bis zur Verfügbarkeit eines Impfstoffes möglichst schadlos zu überbrücken. Mit allen bekannten Nachteilen denen bedauerlicherweise bestimmte Gruppen ausgesetzt sind. Wer ein gerechteres Modell hat, das besser funktioniert, möge vortreten.

      Die Zahlen (z. B. die Dunkelziffer), die das Thesenpapier heranzieht, um die Unwirksamkeit der Indikatoren zu belegen, sind schon lange bekannt. Chinesische Wissenschaftler haben hier schon sehr viel Vorarbeit geleistet, auf die viele der aktuellen Publikationen referenzieren. Bestimmte relativ gut funktionierende Ursache-Wirkungs-Modelle zeichnen sich nicht dadurch aus, dass sie möglichst kompliziert sind und eine Vielzahl von Indikatoren adressieren, sondern dass sie versuchen, die wesentlichen zu adressieren. Dazu gehören u. a. die Dunkelziffer, die Reproduktionsrate und die Kontaktfrequenz. In wie weit man das auf bestimmte Regionen anwenden kann, hängt maßgeblich von der Verfügbarkeit von Daten ab, die durch die bekannten Institute geliefert werden.

      Und zum Abschluss: es ist Deine Aussage durch das Thesenpapier nicht belegt, dass „die Fronten quer durch beide Lager“ verlaufen. Im Gegenteil, das vorliegende Thesenpapier stützt in vielen Punkten den zurzeit anerkannten wissenschaftlichen Konsens, was die Funktionsmechanismen des Virus betrifft. Es prangert an, dass die Politik sich zurzeit auf die vermeintlich falschen Indikatoren stützt und damit falsche Entscheidungen stützen würde. Der Beweis dagegen kann – und das wird Dir jeder Wissenschaftler bestätigen – leider nicht angetreten werden, da dieses Experiment nicht mit identischen Bedingungen wiederholt werden kann.

      Letztlich ist es die Wissenschaft insgesamt, die sich auf einen Konsens verständigen muss. Die Politik hat die Aufgabe, den Konsens zu beachten und die Maßnahmen zu treffen, die unter Berücksichtigung des gesamten soziotechnischen Systems von der Mehrheit der Bevölkerung getragen werden. Das nennt sich Demokratie.

      Meine bescheidene Meinung. Ein Shitstorm ist was anderes, glaub mir. Davon sind wir weit entfernt.

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  6. Sehr geehrte Herren,
    ein interessanter Diskurs, der sich von der persönlichen Wahrnehmung über die wissenschaftliche Evidenz und wieder zurück bewegt. Erfrischend und erhellend. Ein Problem ist in meinen Augen, dass wir seit Monaten viel dafür tun, dass die Pandemie uns nicht „mit Haut und Haaren frißt“. Was – gottlob – bisher dazu führt, dass die Bedrohung für Leib und Leben für die meisten von uns abstrakt bleiben konnte. Was wiederum den Kritikern an den Maßnahmen und gar den Leugnern in die Karten spielt: Ist doch alles gar nicht so schlimm! Das ist ein Dilemma, das wir aushalten müssen. Persönlich und als Gesellschaft.

    Mit den besten Wünschen für 2021, bleibt gesund und schreibt weiter!

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