Ach, und übrigens … (45): Starke Frauen

Heute geht es unter anderem um eine starke Schiedsrichterin, eine kälteresistente Kanadierin und eine Zugbegleiterin mit dickem Fell …

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Bibiana Steinhaus ist die erste Frau, die als Schiedsrichterin Spiele in der ersten Fußball-Bundesliga leiten wird. Wenig überraschend: dass irgendwelche hinterwäldlerischen Troglodyten bezweifeln, ob eine Frau so was kann. Für mich schon überraschend: was für ein hartes Auswahlprogramm und Bewertungssystem Schiedsrichter durchlaufen müssen, bevor sie für die erste Liga zugelassen werden. Erst recht wenn sie eine Frau sind und unter irrsinnigem Erwartungsdruck stehen, wie das SZ-Magazin schreibt:

Ja, sie hat in zwanzig Jahren etwas aufgebaut. Sie zählt zu Deutschlands bekanntesten Schiedsrichtern. Ist eine geachtete Frau, sie wählt den Bundespräsidenten, zusammen mit Joachim Löw. Steigt sie nun auf und scheitert, geht sie nicht als die Pionierin, sondern als Gescheiterte in die Fußballgeschichte ein. Schlimmer noch, sie würde zum Stammtischbeweis, dass eine Frau im Männerfußball nichts verloren hat: Wenn es selbst die Weltbeste nicht schafft …

Aber sie wird es schaffen.

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Ein sehr schöner und lesenswerter Bericht in der SZ über die Kanadierin Jessica Lee, die inzwischen in Berlin lebt und jeden Tag, im Sommer wie im Winter, in einem anderen See schwimmen geht:

Vor allem aber erzählt Lees Projekt davon, wie leicht es ist, seine Tage mit etwas Ungewöhnlichem zu füllen. Man muss dafür nicht auf Partys gehen oder in ein Flugzeug steigen, man braucht kein Yoga und keine Esoterik. Man sucht das Abenteuer einfach dort, wo es keiner vermutet: im nächstbesten See.

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Dass Zugbegleiter es nicht leicht haben, kann sich jeder vorstellen, der schon mal mit Verspätungen Bahn gefahren ist, seinen Anschluss verpasst und entsprechend schlechte Laune bekommen hat. Nadine Hutmann ist Fahrkartenkontrolleurin und berichtet über zunehmend unangenehme Fahrgäste. Beleidigungen?

Ach, die hören wir mindestens jeden zweiten Tag, manchmal täglich. Wir werden beschimpft und beleidigt, manchmal auch bespuckt. Das fängt an beim Idioten und hört auf bei Wörtern, die Sie besser nicht in die Zeitung schreiben.

Und wer pöbelt am meisten?

Kann man nicht sagen. Jugendliche stehen ja gern unter Verdacht, aber Geschäftsmänner werden genauso ruppig.

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Lesen Frauen eigentlich noch Frauenzeitschriften oder ist das eh nur ein Klischee? Falls irgendwer jedenfalls die Brigitte immer noch für eine „respektable Frauenzeitschrift“ hält – Irrtum: Brigitte ist zu einer ziemlich ekelhaften Klickmaschine mutiert, wie das Bildblog an Beispielen zeigt:

Selbst mit dem Krebstod von Menschen versucht das „Brigitte“-Team knallhart, Klicks zu generieren.

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Und zum Abschluss unabhängig von starken Frauen noch ein kleiner Knaller bzw. sensationelle Fotos: Gewinner des Comedy Wildlife Photography Awards :-)

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Weitere Fundstücke und Kleinigkeiten hier im Blog.

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