Warum noch immer Kinder an Masern sterben - darum

Warum noch immer Kinder an Masern sterben? Darum!

„Wohlstandsverwahrlosung“ ist ja auch ein schönes Wort. Gefunden habe ich es in einem Artikel der FAS über Impfen und Masern, jene gefährliche Krankheit, deren Ausrottung einige wohlstandsverwahrloste Impfgegner und Esoteriker bislang verhindert haben …

Dass die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung dem Thema Impfen (im Jahr 2013, in einem eher entwickelten Land wie Deutschland) eine Doppelseite widmet, ist ja schon bemerkenswert, aber offensichtlich notwendig, denn Deutschland entfernt sich zunehmend vom Ziel einer „Durchimpfungsquote“ bei Kindern von 95 Prozent. Die wäre nötig, um die Masern ein für allemal auszurotten wie seinerzeit die Pocken.

Gründe dafür gibt es viele: Masern werden von Eltern als „Kinderkrankheit“ unterschätzt (als wären Komplikationen wie Lugenentzündung oder die tödliche Gehirnentzündung SSPE nicht so schlimm) , durchs Internet geistern die wildesten Anti-Impf-Theorien (Impfen macht Allergien, Nicht-Impfen stärkt die Abwehrkräfte …), Anthroposophen, alternativ angehauchte Hebammen und andere fragwürdige Gestalten finden Impfen irgendwie generell doof (weil Rudolf Steiner das irgendwie generell doof fand und überhaupt die ganze böse Schulmedizin verdächtig ist), und so weiter.

Rudolf Steiner und das böse Impfen

Rudolf Steiner - kein Freund des ImpfensDoch halt, mit so einem lapidaren „irgendwie“ sollten wir den Herrn Steiner und seine Anhänger nicht durchkommen lassen. Schließlich gab es gerade erst einen massiven Ausbruch von Masern in einer Walldorf-Schule nahe Köln, was Sinn ergibt, da nur ein Viertel der Schüler gegen Masern geimpft war. Was sagt also Rudolf Steiner himself zum Thema Impfen? Ich zitiere aus einem seiner Vorträge aus dem Jahr 1917 (und ja, es fällt etwas schwer, seinen Gedanken zu folgen):

Die Seele wird man abschaffen durch ein Arzneimittel. Man wird aus einer «gesunden Anschauung» heraus einen Impfstoff finden, durch den der Organismus so bearbeitet wird in möglichst früher Jugend, möglichst gleich bei der Geburt, daß dieser menschliche Leib nicht zu dem Gedanken kommt: Es gibt eine Seele und einen Geist. — So scharf werden sich die beiden Weltanschauungsströmungen gegenübertreten. Die eine wird nachzudenken haben, wie Begriffe und Vorstellungen auszubilden sind, damit sie der realen Wirklichkeit, der Geist- und Seelenwirklichkeit gewachsen sind. Die andern, die Nachfolger der heutigen Materialisten, werden den Impfstoff suchen, der den Körper «gesund» macht, das heißt so macht, daß dieser Körper durch seine Konstitution nicht mehr von solch albernen Dingen redet wie von Seele und Geist, sondern «gesund» redet von den Kräften, die in Maschinen und Chemie leben, die im Weltennebel Planeten und Sonnen konstituieren. Das wird man durch körperliche Prozeduren herbeiführen. Den materialistischen Medizinern wird man es übergeben, die Seelen auszutreiben aus der Menschheit.

Hier schwurbelt es wie immer bei Steiner gewaltig, aber das kennt man ja von ihm, der sogar über das Astralisch-Stahlende von Kuhhörnern nachgedacht hat. Doch im Kern dürfte deutlich sein, dass er einen simplen Dualismus (Seele & Geist vs. Materialismus) konstruiert und dass die Technik des Impfens in die böse materialistische Sphäre gehört.

Masern? Halb so wild, sagen die Anthroposophen

Impfkritik der AnthroposophenWas machen die heutigen Anthroposophen daraus? Aus der negativen Assoziation Steiners wurde eine lange Tradition der Impfkritik, die man heute verbal ein wenig zu relativieren sucht, ohne sich freilich zu einer positiven Einstellung zum Impfen durchringen zu können. Eine anthroposophische Ärztin etwa zitiert Steiner fröhlich auf ihrer Homepage und schlussfolgert:

Ich will mit der Widergabe dieses Zitates sicher auch keine Ängste schüren, ich will lediglich deutlich machen, dass eine Impfung durchaus einen tiefen Eingriff in die leibliche Konstitution bedeuten kann – und deswegen, aus meiner Sicht, individuell verantwortet werden muss.

Da haben wir Standard-Rudolf-Steiner-Gedächtnis-Argument: Man sei nicht generell gegen das Impfen, sondern für „individuelle Lösungen“. Beim Dachverband Anthroposophische Medizin liest sich das so:

Wir beschäftigen uns schon lange mit diesem Thema und haben im Lauf der Zeit auch gute Antworten zur individuellen Betreuung der Patienten gefunden. Die anthropo­sophischen Ärzte stehen deshalb in der Verantwortung, mit guten, differenzierten und auch rational fassbaren Argumenten für eine größere Individualisierung in der Medizin im Allgemeinen und in der Impfdebatte im Besonderen einzu­stehen.

Individualität klingt natürlich toll, dass aber mit einer solchen Einstellung hohe Impfquoten und die Ausrottung gefährlicher Krankheiten nicht erreichbar sind, liegt auf der Hand. Beim Thema Masern wird die Anthroposophische Medizin dann noch ein bisschen deutlicher und ringt sich zu Sätzen wie dem folgenden durch, der an Zynismus kaum zu überbieten ist, wenn man sich vergegenwärtigt, dass jedes Jahr Kinder an Masern sterben:

Die Anthroposophische Medizin fasst die Masern als eine Krankheit auf, die auf die gesamte Biographie bezogen durchaus eine sinnhafte Wirkung haben kann.

Nicht zu impfen ist Wohlstandsverwahrlosung

Impfen - muss nicht sein sagen die Anthroposophen

Aber nicht nur Hardcore-Steiner-Jünger und Ubiquitäts-Verschwörungstheoretiker stehen dem Impfen skeptisch gegenüber und gefährden damit ihre eigenen Kinder lebenslang und die Kinder anderer Eltern im ersten Lebensjahr (denn Kinder können erst gegen Masern geimpft werden, wenn sie ca. ein Jahr alt sind). Nein, auch die ganz normalen Besserverdiener – und damit kommen wir zur Wohlstandsverwahrlosung – neigen dazu, ihren kleinen Lieblingen nur das Allerbeste bieten zu wollen, sich ganz viele Gedanken zu machen, was dieses Allerbeste auch in der Medizin sein könnte, entsprechend viel im Internet zu recherchieren und entsprechend wenig zwischen seriösen und unseriösen Aussagen zu differenzieren. Und so lautet das Fazit eines Gesundheitsexperten in der FAS:

Es sei ja bekannt, dass innerhalb Berlins der Prenzlauer Berg der Bezirk mit der geringsten Impfquote sei. Dort lebten Eltern mit hohem Bildungsgrad. „Die wissen bei jeder Plastiktüte, wie gesundheitsschädlich sie ist, aber bei einer lebenswichtigen Impfung ihrer Kinder verweigern sie sich.“ Viele von Ihnen verließen sich darauf, dass schon genug andere Eltern ihre Kinder impften und so den eigenen nichts geschehe: „Das ist auch eine Form von Wohlstandsverwahrlosung.“

Impfen rettet Leben

Dank Programmen der WHO sank übrigens die Zahl der Maserntoten von über 535.000 weltweit im Jahr 2000 auf rund 139.000 im Jahr 2010. Nicht durch Globuli, Handauflegen, Seelenmassage, Ausgeglichenheit von Ying und Yang, Stärkung der Abwehrkräfte dank überstandener Krankheiten, Ringelblumenextrakt oder altindische Heilungsrituale. Sondern durch Impfungen.

PS: Zahlreiche Standard-Einwände gegen das Impfen und Antworten darauf finden sich auf den Seiten des Robert Koch Instituts (via gwup).

Update: Anlässlich der Masern-Welle im Frühjahr 2015 in Berlin habe ich nochmal zum Thema gebloggt: Das Impfen und das Internet.

Bildnachweis: Thomas Siepmann, jenaFoto24.de, Andreas Morlok / pixelio.de

39 Gedanken zu “Warum noch immer Kinder an Masern sterben? Darum!

  1. Ich finde du solltest besser recherchieren bevor du so einen Blödsinn schreibst, und Leute beschuldigst die in der heutigen Zeit selbstständig denken! Aber das sind halt immer die einseitigen Berichte.
    Ein Beispiel nur: wieviele Kinder erkranken an Masern TROTZ dass sie geimpft sind? Wie kann das sein? Wenn die Wirkstoffe soo gut sind??
    Wünsche eine gute Woche!

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  2. Die Hysterie gegen Impfungen mag darin begründet sein, dass in der jüngeren Vergangenheit des öfteren Meldungen kursierten, die Impfungen zum Teil zu Recht hinterfragten. Das soll nicht die Wirksamkeit der Masernimpfung in Frage stellen, bietet aber einen Erklärungsansatz für die Wegwendung von der „Schulmedizin“ (was ist das eigentlich?) hin zu esoterisch angehauchten Heilpraktiken. Ich zähle mal nur die Fälle auf, die mir spontan einfallen: Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs (Wirksamkeit nicht nachgewiesen, ob es hilft, weiß man erst in 20 Jahren. Dass das Virus damit eingedämmt wird, scheint evident, ob das der einzige Grund für das Krankheitsbild ist, weiß man nicht, aber die Kosten für die Impfung sind exorbitant bzw. lukrativ), Anschaffung von 80 Mio. Dosen Impfstoff gegen Pocken durch die Bundesregierung 2002 als hysterische politische Reaktion auf den Irakkrieg (soweit man weiß, sind die Pocken weltweit seit ca. 40 Jahren ausgerottet, einzig die USA und Russland weigern sich, ihre Laborpockenviren zu vernichten, offiziell dient der Impfstoff der Terrorabwehr – vermutlich aus den USA und Russland), Grippeschutzimpfungen, die schon hinfällig sind, wenn die Grippewelle eintrifft, weil sich das Virus in der Regel bereits gewandelt hat (der Wirksamkeit dieser Impfung muss ich aus eigener Erfahrung widersprechen, denn seit ich das erste Mal eine Grippeimpfung machen ließ, wurde ich tatsächlich erstmalig von einer Grippe niedergestreckt, die Impfung hat es nicht verhindert; außerdem hält der Impfschutz nicht vor und muss jährlich erneuert werden, was eher nach einem Geschäftsmodell klingt), Vogelgrippeimpfstoff gibt es nicht (es sterben weltweit zu wenige daran, aber die Hysterie wird abwechselnd mit Schweinegrippe oder anderen Ausprägungen am Kochen gehalten, damit sich hier ein neues Geschäftsfeld eröffnet ;-). Ich denke, diese Beispiele sind es, die Steiner eigentlich meint. Dass die Schutzimpfung gegen Masern der Impfhysterie zum Opfer fällt, muss als Kollateralschaden verzeichnet werden, den die Politik und die Pharmabranche zusammen mit den „Schulmedizinern“ durch ihr unseriöses Handeln und durch Panikmache zur Gewinnmaximierung verursacht haben. Es sind also nicht ausschließlich die doofen Eltern oder die Esoteriker.

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  3. Mir scheint dies ein Aspekt des größeren Problems zu sein dass heute viele Menschen, gerade auch viele gebildete Menschen, ein eher dimmes Verständnis von wissenschaftlichen Dingen haben. Esoterik und Verschwörungstheorien sind da sehr viel praktischer, da sie nicht einmal eine rudimentäre Kenntnis der Faktenlage erfordern. Dass man in Deutschland in Apotheken homöopathische Produkte kaufen kann wurmt mich schon seit jeher. Und dass man die Zahnpasta von seriösen Herstellern sogar in „homöopathieverträglicher“ Form kaufen kann setzt dem nochmal einen weiteren Absurditätslevel obendrauf. Wie man bei derartig nebulösen Vorstellungen von Biologie und Medizin ernsthaft über Impfen reden kann ist in der Tat ein nichttriviales Problem.

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  4. Gähn … ein in Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte Studierter möchte uns erklären, warum impfen so toll ist.

    Tatsächlich versucht er nur den schwarzen Peter an die aus seiner Sicht anders Denkenden zu verteilen.

    Ich selbst bin geimpft (nicht gegen Masern, die habe ich nämlich schon gehabt und überlebt), habe aber keinen Driss und schon gar nicht Hass auf diejenigen, die sich nicht impfen lassen wollen bzw. ihre Kinder.

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  5. Das Problem ist, dass die, die hier als „gebildet“ bezeichnet werden, dies gar nicht sind, jedenfalls nicht dem ursprünglichen Verständnis nach. Ein Bachelor in „Internationalem Management“, „Sozialpädagogik“ o.ä. ist schon lange nicht mehr das, was man als akademische Bildung bezeichnen kann.

    Insofern waren und sind es die gerade bis hin zur Nutzbarkeit halbgebildeten Arbeitsdrohnen der Moderne, die sich ihre spinnerten Gedankengebäude aufziehen.

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  6. Der Text ist ein Fall von klassischem Strohmann-Argument und das Abblocken der echten Argumente durch einen Verweis aufs das RKI hat schon etwas parodistisches. Aber zur RKI-Liste:
    Punkte 1, 2 und 3 sind selten relevant.
    Punkt 4 wird dann doch eher wachsweich abgehandelt, angesichts der Tatsache, dass 19% der Masern-Patienten in Deutschland 2012 geimpft waren und auch unter dieser Kohorte schwere zwei schwere Verläufe festzustellen waren, wo nach den Zahlen von STIKO und RKI 0,08 hätten auftreten dürfen.
    Bei Punkt 5 sagt das Lehrbuch: „Eine Impfung gegen Masern generiert niedrigere Antikörpertiter als eine Masernerkrankung.“ Eine Studie ist dazu nicht nötig, da es einen direkt messbaren Wert gibt.
    Punkt 6: Wenn man sich ein wenig mit statistischer Rechnung auskennt, sprechen die Zahlen des RKIs eher gegen eine Impfung.

    Dazu die neuesten STIKO-Empfehlungen, die einen glauben lassen sollen, dass jeder Wirkstoff mit geringem Risiko empfehlenswert ist.

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    • Also ich behaupte mal das ich mich mit Statistik auskenne. Du gibst hier 2 Zahlen an:

      1. 19% der Maser-Patienten in 2012 waren geimpft
      2. STIKO und RKI sagen das bei 0.08% aller Geimpften eine Maserninfektion auftritt

      Mit Verlaub, du vergleichst da Aepfel mit Birnen. Einfaches Rechenbeispiel.Gehen wir mal von 1010 Einwohnern aus. 1000 davon lassen sich impfen, wobei die Chance fuer eine Infektion trotz Impfung mit 0.1% angegeben ist. Jetzt erkranken 5 Leute, wobei 20% von diesen 5 geimpft ist. Das gibt in etwas einfacheren Zahlen die Masernsituation wieder. Du vergisst dabei nur das viel mehr Menschen geimpft sind als nicht geimpft. Wir haben jetzt also einen Erkrankten mit Impfung und vier ohne.
      1. Also Wahrscheinlichkeit mit Impfung zu erkranken: 0.1% (es ist nur einer von 1000 erkrankt)
      2. Wahrscheinlichkeit ohne Impfung zu erkranken: 40% (4 von 10 sind erkrankt)

      So stellt sich die Situation zumindest jemandem dar der Ahnung von statistischen Rechnungen hat.

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  7. Ich stimme Dir grundsätzlich zu, dass die Schulmedizin ihre Berechtigung hat, insbesondere bei den möglichen Folgen einer Masern-Erkrankung. In solchen Fällen gibt es keine Berechtigung, auf die Impfung zu verzichten.
    Allerdings gibt es ja auch die Frage nach Medikamenten zur Eindämmung (oder wie man das auch bezeichnen will) von ADHS-Symptomen zum Beispiel. Oder die Nebenwirkungen von Cortison, welches ich nach meinem Hörsturz (bisher leider völlig erfolglos) 3 Wochen lang nehmen musste und durch das ich gravierende Schlafstörungen bekommen habe.
    Aber mein Grundtenor ist: ich gebe Dir recht.

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    • Nein
      Die Schulmedizin hat vor der Masernerkrankung ihre Berechtigung. Bei einer Masernpneumonie stirbst entweder oder nicht, weil es kein Heilmittel gibt (mußt halt glück ham)
      Bei der SSPE stirbst nach 20 Jahren zu 100%.
      Man muß die risiken und Nebenwirkungen der Masernimpfung oder Nichtimpfung einfach vergleichen in Hinblick auf Häufigkeit und Schwere. Wenn man das objektiv tut, muß man sich für die Masernimpfung entscheiden (Es sei denn man gehört zu den Trittbrettfahrern, die sich darauf verlassen, daß die anderen schon geimpft seien)

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      • Volle Zustimmung im Falle Masern-Impfung. Aber wir müssen die Extreme ausloten. Bei ADHS-Medikamentierung gibt es sehr sehr viele Kritikpunkte.
        Aber schlimmer noch finde ich die Grippe-Impfung oder sozusagen den „ganz normalen Wahnsinn“. Mei früher lagst halt 2 Wochen im Bett, heutzutage ist das alles nicht mehr drin wegen eines falsch verstandenen Arbeits-Pathos. Also nicht „Ethos“ – ich meine schon „Pathos“. Es ist schon krankhaft (im wahrsten Sinne des Wortes), was wir alles über die Klinge springen lassen zugunsten unseres Vorstlelung von (guter) Arbeit und Leistungsfähigkeit.
        Hat gesundheit noch einen anderen Sinn als Leistungsfähigkeit? Darf Gesundheit auch einfach Glüclk sein oder muss alles einen Nutzen haben? Klar, schauen wir uns die globalisierte Welt an, müssen wir das wohl. Aber dann machen wir den Fehler, eine Logik zu etablieren, von der wir uns längst losgesagt zu haben scheinen: der mensch ist nur etwas wert, wenn er jemandem )oder einer Sache) nützt, wobei die Sache meistens eine monetär zählbare ist. Wollen wir das? Glauben wir das? Sind Menschen nur noch etwas wert, wenn sie einen (finanziellen) Wert schaffen?

        In diesem Zusammenhang stehen Impfungen allgemein und da sage ich nein zu Impfungen, ganz klar. Genauso klar, wie ich bei den eindeutigen Risiken der Masernerkrankung auch meine Kinder habe impfen lassen.

        nur sind das zwei Paar Schuhe und ich bitte das zu trennen.

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  8. Hallo Christian, hab Deinen Artikel jetzt auch gelesen. Gut recherchiert.
    Ich hab über 15 Jahre Erfahrung mit Anthroposophen, hab mit solchen zusammengelebt.
    Was da teilweise abläuft, glaubt kein Mensch, der noch einigermassen bei Verstand ist…
    .
    Aber das Geschwurbel hat System, wer da erst mal drin ist und genug investiert hat,
    wer schon so viel abgegeben hat in Form von Geld und Verstand kommt da oft schwer wieder raus.
    ….und sich einzugestehen,die eigenen Kinder wegen den hahnebüchenen Ideen eines offensichtlich haluzinierenden Psychoten einem Ansteckungsrisikos auszuliefern wiegt so schwer!!! … so ein Dogma ist kaum mehr aufzulösen…
    LG.

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    • Die Frage, die sich für mich anschließt: muss man dagegen halten und wenn ja:
      1. auf welcher Grundlage (nur Wissenschaft als Konzept wird wohl nicht verstanden), und
      2. wie?

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  9. Die wenigsten Menschen, die Studien zitieren, haben sie gelesen, und selbst wenn sie sie gelesen haben, dann sind die wenigsten davon in der Lage, sie vollständig zu verstehen. Dabei geht es nicht darum, zu verstehen, was in der Studie steht, sondern zu wissen, was in der Studie nicht drin steht. Das mal nur so am Rande.

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  10. Sehr schoen, sich ersteinmal fuer Rationalitaet ausprechen und dann den leuten mit Geschwurbel Rationale einwaende gegen Impfen seien Verschwoerungstheorie , Selbst eine Versschwoerungstheorie aufzumachen. Grossartiges Kunststueck.

    Ja die einzige Antwort auf Seuchen kann nur grossflaechiges Wissenschaftlich angelegtes ausrotten der erreger sein. Warum dieser Kampf immer im inneren der Menschen ausgetragen werden soll erschliesst sich mir leider weniger, da der grund des Kampfes ja genau diese Leidtragenden Menschen sind.

    Einige Impfungen bestehen aus der Zufuehrung von lebendviren des entsprechenden erregerswas im schlimsten fall mit dem ausbruch der Krankheit und den zusammenhaengenden Komplikationen einhergeht. Daher grundsaetzliche Fuersprache fuer jegliche art der Impfung spuelt nur Geld in die Kassen unverantwortlicher Pharmazeuten denen das Plus auf der Euro Monats Bilanz wichtiger ist als die Heilungsquote.

    Es gibt Empfehlenswerte Impfungen die Verantwortungs bewusste Mediziner und Pharmazeuten durchfuehren und dann gibt es wiederum Impfungen die immer wieder Leben kosten oder lebenslange Verstuemmelungen mit sich bringen.

    Verschwoerungen geschehen immer wieder auf alltaeglicher basis und sei es nur die liebliche Geburtstags-Ueberraschung fuer einen Freund. Sie sind natuerlich da geheimhaltung zum erreichen bestimmter Ziele foerderlich ist.

    Jede Vermutung als Verschwoerungstheorie zu verunglimpfen ist ebenso Geschwurbel wie jedem einen Freifahrt schein zu geben andere mit Bloedsinn durchkommen zu lassen, wie das Anstatt evolution Bibeltexte gleichwertig gelehrt werden sollten. Verbrechen haben aus bestimmten gruenden haeufiger die notwendigkeit im verborgenen geplant und vielleicht in der ausfuehrung mal auch sichtbar zu sein.

    Grundtenor sollte bleiben das nur Wissenschaftlicher fortschritt und deren korrekte anwendung zur erfolgreichen bekaempfung fuehren koennen.
    Alerdings reagieren Erreger sehr wissenschaftlich nachweisbar auf solchen Evolutionsdruck mit Mutation so das es ein staendiges wettrennen Bleiben wird solange die gewindikeit nicht durch Gesteurte forschung ueberstiegen wird. Und solange es fuer bestimmte Krankheiten mehr Geld einbringt diese nur zu behandeln anstatt sie zu heilen wird es schwarze schafe geben denen es ganz recht ist wenn mal ein heilmittel irgendwo verschwindet bevor es publik wird. Das das nicht regelfall ist sollte klar sein da an Manchen dingen durchaus an Mehreren standorten erforscht wird. (die welt ist nicht nur schwarz und weiss, aber dennoch existieren diese Farbtoene auch)

    Natuerlich gilt fuer bestimmte Krankheiten das sie _immer_ toedlich enden, eine impfung gefaehrlich sein _kann_ . Aber grundsaetzlich fuer alle Erreger und alle Impfstoffe eine Impfung immer anzuraten ist genauso Geschwurbel wie den Homeopaten zuzuhoehren und Impfungen allgemein zu verteufeln.

    Impfungen sind momentan das beste _verfuegbare_ Mittel, aber immer noch nicht _gut genug_ .

    Aenderungen am menschlichen Genom als auch Forschung an Nanorobotern sollten mehr gefoerdert werden, um Erregern einerseit zuvorzukommen und Infekte ausschliessen zu koennen, als auch um auf der anderen seite keimfreie oeffentliche Versammlungsorte zu ermoeglichen.

    Das Homeopathie und sogenannte alternative Medizin noch nicht in ihrer ausuebung verboten sind und direkt Starfrechtlich geahndet werden ist mir in der tat auch ein Raetsel.

    Das groessere Problem besteht allerdings darin das von Menschen unterschiedlichsten Bildungsgrade In dem Medien Jegliche arten von Seuchen dargestellt „experten“ aller art als Gleichwertig dargestellt und Redemoeglichkeit erhalten unabhaengig von der jeweiligen tatsaechlichen Expertise verbindung zur Pharmazeutischen industrie oder Homeopathie Produkt fabrikanten. Beide seiten Verdienen am fakt das Menschen Krank werden koennen und auch nur so lange.

    Warum sollte auch nur eine der Fraktionen wirkliches interesse an einem sofortallheilmittel haben das alle Erreger weltweit gleichzeitig ausrottet und sich damit den markt kaputtmachen?

    Gut das es so ein Mittel jemals geben sollte (oder koennte) ist hoechst unwahrscheinlich in hinsicht auf die vielfalt der Erreger, aber es macht eines klar: Heilige da draussen zu erwarten ist unvernuenftig. Wenn jemand heilt dann auch mit eigenem interesse (sei es nur das gute gefuehl jemandem Geholfen zu haben) und es ist ein Job.

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